"Zukunft von gutem Journalismus liegt im Onlinebereich": Kerstin Weng wechselt zu Stylight

 

Nein, es ist keine Frauenzeitschrift, die Kerstin Weng, 32, künftig führen wird. Die bisherige "Cosmopolitan"-Chefin wechselt zum Jahresbeginn 2015 zu dem Münchner e-Commerce-Unternehmen Stylight. Weng widmet sich damit erstmals dem Onlinejournalismus. "Ich liebe Print, aber noch mehr liebe ich guten Journalismus", so Weng,

Nein, es ist keine Frauenzeitschrift, die Kerstin Weng, 32, künftig führen wird. Die bisherige "Cosmopolitan"-Chefin wechselt zum Jahresbeginn 2015 zu dem Münchner e-Commerce-Unternehmen Stylight. Weng widmet sich damit erstmals dem Onlinejournalismus. Nach jahrelangem Printjournalismus habe sie gezielt nach einer neuen, beruflichen Herausforderung gesucht, heißt es in einer Mitteilung von Stylight.

"Ich liebe Print, aber noch mehr liebe ich guten Journalismus", so Weng, "und dessen Zukunft liegt für mich klar im Onlinebereich. Der Printmarkt ist in weiten Teilen gesättigt, die Sparmaßnahmen der Verlage sind ganz eindeutige Zeichen dafür."

Im Onlinebereich hingegen lägen neue redaktionelle Chancen, die sie persönlich schon lange reizen: "Ich habe alles gemacht, was man machen kann: geschrieben, produziert, redigiert und ein Magazin durch einen erfolgreichen Relaunch geführt. Jetzt freue ich mich darauf, als Modejournalistin zu meinen inhaltlichen Wurzeln zurück zu kehren und meine Qualitäten in einem Onlineprodukt, für das ich brenne, einzubringen", erklärt Weng ihre Entscheidung die "Cosmopolitan" zu verlassen.

"Wir haben die gleichen Vorstellungen von einer digitalen Medienmarke der nächsten Generation", so CEO Benjamin Günther.  Anfang 2015 ist ein Relaunch der Website des Münchner e-Commerce-Unternehmens, das vor zwei Monaten in die USA expandiert ist, geplant.

In Zusammenarbeit mit einem 30-köpfigen Team aus Web- und App-Entwicklern, Social Media Experten, Kommunikationsmanagern sowie Designern und Moderedakteuren, wird sich Weng in den nächsten Monaten um das Konzept von Stylight auf redaktioneller Ebene kümmern.

"Digitale Leser sind sehr anspruchsvoll im Hinblick auf den Neuigkeitsgehalt und man merkt im Onlinebreich fast simultan zur Veröffentlichung, ob sie bestimmte Inhalte annehmen und interessieren", so Weng, "das ist toll, um das redaktionelle Angebot auf Stylight genau nach den Interessen der Nutzer zu entwickeln; erfordert aber genauso auch ein hohes Qualitätsmaß, da sich jeder einzelne Artikel beweisen muss."

Die Redakteure von Stylight wählen Modeteile aus den besten Online-Stores von Hand aus. Alles, was die Nutzer auf der Website entdecken, können Sie direkt bei einem der Partner-Shops von Stylight kaufen.

Stylight hat seinen Hauptsitz in München und ist 2008 von Benjamin Günther, Anselm Bauer, Max-Josef Meier und Sebastian Schuon gegründet worden. Das Unternehmen ist in 13 Ländern weltweit aktiv. Zu den Investoren zählen Holtzbrinck Ventures, Tengelmann Ventures und Seven Ventures von ProSiebenSat.1.

Ihre Kommentare
Kopf

Karl Jobig, PDE Dresden

20.11.2014
!

Viel Glück, Kerstin Weng - Das mit der Zukunft von gutem Journalismus im Onlinebereich, stimmt nur teilweise. Guter Journalismus, was immer das auch ist, wird hoffentlich auch dauerhaft im Print bestehen und nicht den alten Spruch aushebeln... "Was du schwarz auf weiß hast, ganz du getrost nachhause tragen." - und in Ruhe lesen und nachlesen. Online schürt mir zu sehr das Oberflächliche ....


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