Auf dem Weg zum digitalen Medienhaus: Axel Springer erhöht Anteil am Online-Rubrikengeschäft

08.12.2014
 

Das ertragreiche Online-Rubrikengeschäft bekommt bei Axel Springer noch größere Bedeutung. Der Berliner Medienkonzern und der Investor General Atlantic haben sich über eine Aufstockung des Springer-Anteils an der Axel Springer Digital Classifieds GmbH von 70% auf 85% und eine Erwerbsoption hinsichtlich der übrigen 15% verbindlich geeinigt.

Das ertragreiche Online-Rubrikengeschäft bekommt bei Axel Springer noch größere Bedeutung. Der Berliner Medienkonzern und der Investor General Atlantic haben haben sich über eine Aufstockung des Springer-Anteils an der Axel Springer Digital Classifieds GmbH von 70% auf 85% und eine Erwerbsoption hinsichtlich der übrigen 15% verbindlich geeinigt. General Atlantic soll als Gegenleistung im Fall der Optionsausübung Axel-Springer-Aktien erhalten. Für den zunächst 15-prozentigen Anteil an der Axel Springer Digital Classifieds zahlt Springer 446 Mio Euro in bar.

Die Axel Springer Digital Classifieds GmbH ist eine strategische Partnerschaft, an der die Axel Springer SE derzeit mit 70% und General Atlantic mit 30% beteiligt ist. Das in der Gesellschaft gebündelte Online-Rubrikengeschäft erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014 einen Umsatz von 357,1 Mio Euro (Vj: 296,4 Mio Euro) und ein EBITDA von 160,2 Mio Euro (Vj: 119,1 Mio Euro). Zum Start im Frühjahr 2012 gehörte das führende französische Immobilienportal SeLoger, das deutsche Immobilienportal Immonet und die europäische Jobbörse StepStone zum Portfolio. Es wurde in den vergangenen Jahren um weitere Stellenportale wie Totaljobs, Saongroup, YourCareerGroup und Jobsite, Immobilienportale wie Immoweb, das Regionalportal meinestadt.de, das Autorubrikenportal LaCentrale und das israelische Rubrikenportal Yad2 erweitert.

Umwandlung der Axel Springer SE in Kommanditgesellschaft auf Aktien

Zugleich haben Vorstand und Aufsichtsrat der Axel Springer SE beschlossen, eine Umwandlung der Axel Springer SE in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) vorzubereiten. Ziel ist es, "zukünftiges Wachstum noch flexibler zu finanzieren". Die Rechtsform der KGaA schaffe die Voraussetzungen, um den unternehmerischen Einfluss der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co. auch bei Kapitalerhöhungen zu erhalten. Die Axel Springer Gesellschaft für Publizistik ist die Mehrheitsaktionärin der Axel Springer SE.

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE: "Die Digitalisierung bietet Axel Springer attraktive Wachstumschancen, von denen viele bislang noch ungenutzt sind. Mit der Umwandlung in eine KGaA können wir zusätzliches Kapital beschaffen und so das Unternehmen mit noch schnelleren und größeren Wachstumsschritten voranbringen. Ich freue mich sehr, dass General Atlantic uns als Investor von Axel Springer eng verbunden bleiben will und zugleich das erfolgreiche Online-Rubrikengeschäft künftig wieder vollständig zu Axel Springer gehören wird."

"Wir sind hocherfreut über unsere Partnerschaft mit dem Unternehmen Axel Springer, das sich derzeit zu einem führenden internationalen, digitalen Medienhaus wandelt", erklärte Bill Ford, CEO von General Atlantic. "Axel Springer Digital Classifieds hat sich als ein Vorreiter im digitalen Rubrikengeschäft bewiesen, und wir sind stolz auf das Wachstum und die Entwicklung der Gesellschaft. Wir freuen uns darauf, Aktionär von Axel Springer zu werden und unsere Partnerschaft fortzusetzen."

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