Bremer Tageszeitungen AG: "Weser-Kurier"-Chefredakteur Döbler startet am 15. Januar

09.12.2014
 
 

Jetzt geht es doch etwas schneller als erwartet: Der künftige Chefredakteur des Bremer "Weser-Kuriers", Moritz Döbler, tritt sein Amt bereits am 15. Januar an. Das erfuhr "kress.de" von dem 49-Jährigen, der bisher als Geschäftsführender Redakteur beim Berliner "Tagesspiegel" arbeitet.

Jetzt geht es doch etwas schneller als erwartet: Der künftige Chefredakteur des Bremer "Weser-Kuriers" ("WK"), Moritz Döbler, tritt sein Amt bereits am 15. Januar an. Das erfuhr "kress.de" von dem 49-Jährigen, der bisher als Geschäftsführender Redakteur beim Berliner "Tagesspiegel" arbeitet.

Zunächst hatte es nur unbestimmt geheißen, Döbler werde "rechtzeitig vor der Bürgerschaftswahl", die am 10. Mai 2015 stattfindet, nach Bremen wechseln (kress.de berichtete).

Döbler löst den kommissarischen Chefredakteur Peter Bauer ab, der Anfang dieses Jahres der umstrittenen Chefredakteurin Silke Hellwig an die Seite gestellt worden war. Hellwig ist seitdem zwar immer noch Ko-Chefredakteurin und soll es auch nach Döblers Amtsantritt bleiben; sie arbeitet aber nur noch als Autorin und ist nicht mehr presserechtlich verantwortlich für den "WK", seine Regionalausgaben und das mittlerweile völlig identische Schwesterblatt "Bremer Nachrichten". Vermutlich möchte die Bremer Tageszeitungen AG Hellwigs Vertrag, der noch bis Herbst 2016 laufen dürfte, nicht vorzeitig auflösen.

Döbler ist Betriebswirt und hat die Henri-Nannen-Journalistenschule absolviert. Er arbeitete für dpa, später für Reuters und seit 2005 beim "Tagesspiegel".

Beim "WK" möchte der künftige Chef vor allem "das Regionale und Lokale stärken" und dies auch auf der Titelseite deutlicher sichtbar machen, wie er gegenüber "kress.de" ankündigte.

Bereits im September hatte er gesagt: "Ich wünsche mir jeden Tag eine Geschichte, über die Bremen spricht." Die Zeitung solle möglichst viele Seiten eines Themas beleuchten und Diskussionen anstiften.

In einem Essay für das "Medium-Magazin" hatte Döbler im November die Lage der Printbranche analysiert: "Manche Zeitung bietet eine so beliebig scheinende bleischwere Themenmischung, als ob sie die Lektüre verhindern wollte. Das Gegenmittel heißt Relevanz." Sein Motto dabei: "Langeweile ist verboten, Leidenschaft ist Pflicht."

Autor: Eckhard Stengel

 

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