David Schravens Recherchebüro: "Correct!v" startet Crowdfunding-Plattform

 

David Schravens gemeinnütziges Recherchebüro "Correct!v" hat ein neues Projekt gestartet. Mit "crowdfunding.correctiv.org" ist nun eine Plattform online, die Journalisten und Bürgern helfen soll, Geld für ihre Geschichten direkt bei den Lesern einzusammeln.

David Schravens gemeinnütziges Recherchebüro "Correct!v" hat ein neues Projekt gestartet. Mit "crowdfunding.correctiv.org" ist nun eine Plattform online, die Journalisten und Bürgern helfen soll, Geld für ihre Geschichten direkt bei den Lesern einzusammeln. Jeder Spender kann seine Gabe von der Steuer absetzen, teilt David Schraven, Redaktionsleiter von "Correct!v", in einem Blogeintrag mit.

"Intensive Recherchen sind unverzichtbar, um unsere Gesellschaft aufzuklären", so Schraven. "Ideen für Geschichten gibt es genug. Nur müssen diese auch finanziert werden. Wer über unsere Plattform seine Geschichte finanziert bekommt, kann unabhängig arbeiten."

In seinem Blogeintrag macht Schraven einige Versprechungen: "Wir versprechen, dass jedes erfolgreich finanzierte Projekt auf unserer Plattform zu Ende geführt wird. Wir prüfen jedes eingereichte Projekt, ob es durchführbar ist und einen realistischen Kostenrahmen hat. Erst dann lassen wir es online gehen. Das gibt den Geldgebern Sicherheit, dass sie keinen Unfug unterstützen."

"Niemand wird alleine gelassen"

Erkennt das Recherchebüro ein Projekt an, begleiten die "Correct!v"-Reporter die Recherchen vom Start bis zum Ende des Projektes. Sollte ein Projektstarter seine Recherche nicht erfolgreich beenden können, verpflichtet sich ""Correctiv", die Arbeit zu Ende zu führen.

Jonathan Sachse, Projekleiter von "Correct!v": "Wir arbeiten eng mit jedem einzelnen Projektstarter zusammen. Das beginnt beim Crowdfunding und geht bei der konkreten Recherche weiter. Wer beispielsweise Hilfe bei Behördenanfragen braucht, dem helfen wir. Niemand wird alleine gelassen."

Das neue Projekt ist eine Sub-Plattform im Crowdfunding-Netzwerk von Startnext. "Die Kooperation mit dem Team von Correct!v hat für uns eine besondere Bedeutung", sagt Denis Bartelt, CEO von Startnext. "Wir fördern seit vier Jahren Crowdfunding für den Journalismus. Mit Correct!v wird es nun aber möglich, Qualität und Umsetzung der Journalismus-Projekte professionell abzusichern. Dadurch wird auch das Vertrauen in unsere Finanzierungsmethode gestärkt. Die Community von Startnext vergrößert außerdem die Zahl der Förderer auf der Plattform insgesamt und jede einzelne Geschichte bekommt mehr Aufmerksamkeit."

Filmemacher, Musiker, Journalisten, Designer, Künstler, Erfinder, Gründer und andere Kreative stellen ihre Ideen auf Startnext vor und finanzieren sie mit der direkten Unterstützung von vielen Menschen. Seit der Gründung der Crowdfunding-Plattform Startnext im Jahr 2010 wurden mehr als 15 Mio Euro von der Crowd eingesammelt und mehr als 2.200 Projekte finanziert.

Hintergrund: Seit Juni leitet der ehemalige Funke-Recherche-Chef Schraven das Recherchebüro "Correct!v". Die Essener Brost-Stiftung steckt 3 Mio Euro auf eine Laufzeit von drei Jahren in dieses Projekt.

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