Hitzeroth kauft Madsack-Anteile: "Oberhessische Presse" wieder komplett eigenständig

16.01.2015
 

Der Marburger Verleger Wolfram Hitzeroth ist seit 1. Januar 2015 wieder Mehrheitsgesellschafter der Hitzeroth Druck + Medien ("Oberhessische Presse") mit Sitz in Marburg. Er erwarb jene 51-prozentige Beteiligung am Unternehmen zurück, die die Verlagsgesellschaft Madsack mit Sitz in Hannover Ende 2002 übernommen hatte. 

Der Marburger Verleger Wolfram Hitzeroth ist seit 1. Januar 2015 wieder Mehrheitsgesellschafter der Hitzeroth Druck + Medien ("Oberhessische Presse") mit Sitz in Marburg. Er erwarb jene 51-prozentige Beteiligung am Unternehmen zurück, die die Verlagsgesellschaft Madsack mit Sitz in Hannover Ende 2002 übernommen hatte. Als einzige weitere Gesellschafterin ist seine Ehefrau Luise Hitzeroth (6 Prozent) am Unternehmen beteiligt.

"Mit dem Erwerb öffnen wir uns zugleich für strategische Partnerschaften und stellen uns mit eigenen Lösungen aus einem lokalen Blickwinkel den vor uns liegenden Herausforderungen", erklärt Hitzeroth. Der Verleger wird als geschäftsführender Gesellschafter die Interessen der Inhaberfamilie vertreten. An der Spitze des Unternehmens sei für Kontinuität gesorgt, so Hitzeroth: "Das operative Geschäft steuern unverändert Steffen Schindler als Geschäftsführer und Christoph Linne als Prokurist und Chefredakteur."

Flaggschiff des Hitzeroth-Verlages ist die Tageszeitung "Oberhessische Presse". Die "Oberhess" kam im dritten Quartal 2014 auf eine verkaufte Auflage von 25.836 Exemplaren (Quelle: IVW). Darüber hinaus gibt Hitzeroth drei mittwochs erscheinende Wochenblätter "Marburg extra", "Anzeiger extra" und "Hinterland extra" heraus sowie das samstags erscheinende Wochenendmagazin "Mein Samstag" (87.750 Exemplare).

Bei der Madsack Mediengruppe heißt es, die Zusammenarbeit werde auf operativer Ebene fortgesetzt, verschiedenen Dienstleistungen sollen weiterhin von Madsack bezogen werden. 

Madsack gibt hessische Beteiligungen schrittweise ab

Für die Wilhelm Bing Druckerei und Verlag GmbH ("Waldeckische Landes­zeitung" und "Frankenberger Zeitung") in Korbach befindet sich Madsack ebenfalls in Verkaufsgesprächen.

"Aufgrund des dortigen heterogenen Zeitungsmarktes ist es für uns im Bundesland Hessen nicht möglich, unsere Strategie als Konsolidierer kon­sequent umzusetzen und eine signifikante Größe zu erreichen. Daher haben wir uns entschlossen, unsere hessischen Beteiligungen schrittweise in erfahrene und ver­trauenswürdige Verlegerhände zu geben", so Thomas Düffert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Madsack Medien­gruppe.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.