Mit handkuratierten Inhalten von Experten: Peter Hogenkamp startet Nachrichten-App Niuws

 

Empfohlen von Experten: Peter Hogenkamp, ehemaliger Leiter Digitale Medien bei der NZZ-Mediengruppe, will seine Nachrichtenauswahl nicht mehr nur Algorithmen überlassen. Als CEO des Schweizer Start-ups Newscron bringt er die kostenlose App Niuws auf den Markt. Das Besondere daran: Niuws enthält handkurierte Nachrichten von Experten verschiedener Themengebiete. 

Empfohlen von Experten: Peter Hogenkamp, ehemaliger Leiter Digitale Medien bei der NZZ-Mediengruppe, will seine Nachrichtenauswahl nicht mehr nur Algorithmen überlassen. Als CEO und Verwaltungsratspräsident des Schweizer Start-ups Newscron bringt er die kostenlose App Niuws auf den Markt. Das Besondere daran: Niuws enthält handkurierte Nachrichten von Experten verschiedener Themengebiete.

Dazu Hogenkamp: "Ich hatte mein Leben lang immer das Gefühl, dass andere Leute über die meisten Dinge besser Bescheid wissen als ich. Mit Niuws kann ich ihnen quasi über die Schulter schauen, woher sie dieses Wissen nehmen."

Von Haus aus Branchenexperte

Die Branchen-Spezialisten scannen die wichtigsten Analysen und Diskussionsbeiträge, wobei ihnen intern ein patentierter Algorithmus passende Artikel vorschlägt. Was die Kuratoren dann für wichtig halten, empfehlen sie in einem regelmäßig aktualisierten Stream. Nutzer der Niuws-App können für sie interessanten Themen abonnieren und die von den Kuratoren ausgewählten und kommentierten Artikel direkt in der App lesen. Die Niuws ist für iOS und Android verfügbar.

Die Kuratoren treten als Experten für ihr jeweiliges Thema auf. So empfiehlt beispielswiese Medienjournalist Nick Lüthi Nachrichten zum Medienwandel, Stefan Leuthold von der Stimmt AG sucht hingegen relevante Infos zu Digital Strategy zusammen. "Wie suchen Experten zu einem Thema, die in der Regel einen anderen 'Hauptjob' haben", sagt Hogenkamp. Also als Selbstständige, Berater, Anwälte oder Kommunikationsfachleute arbeiten. "Genau das macht sie aufgrund ihres Know-hows für uns attraktiv." Ein Honorar erhalten die Kuratoren nicht.

Boxen auch fürs regionale Business

Aktuell gibt es 15 Ressorts, genannt Boxen: von Gründer/Unternehmertum über Fin Tech zu Business Gadgets. Laut Hogenkamp sollen die Ressorts weiter ergänzt werden, auch um regionale Nachrichten, beispielsweise Business-Infos zu ausgesuchten Großstädten.

Geld verdienen will Hogenkamp über Business-Accounts: "Wir wollen Firmen die Möglichkeit geben, private 'Corporate Boxes' einzurichten, auf die nur ihre Mitarbeiter Zugriff haben. Dort können die Firmen dann selbst ihre Inhalte einstellen, oder wir können es für sie machen", sagt Hogenkamp. "Es klingt etwas paradox, dass eine Firma sich bei einem externen Dienst 'einmietet', um aufs Smartphone der Mitarbeiter zu kommen – aber wir haben nach einigen Gesprächen sehr gutes Feedback zu diesem Konzept."

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