"50 Prozent Text und 50 Prozent Video": Was Arianna Huffington zum "HuffPo"-Jubiläum plant

22.01.2015
 

Die "Huffington Post" wird im kommenden Mai zehn Jahre alt. Gründerin und Chefredakteurin Arianna Huffington erzählt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe), was sie im Jubiläumsjahr mit der Onlinezeitung vorhat. Dazu gehört eine personalisierte Seite. Huffington: "Wir haben uns auch das Ziel gesteckt, mehr Bewegtbildinhalte auf die Seite zu bekommen -

Die "Huffington Post" wird im kommenden Mai zehn Jahre alt. Gründerin und Chefredakteurin Arianna Huffington erzählt im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe), was sie im Jubiläumsjahr mit der Onlinezeitung vorhat. "Gerade geht es uns vor allem darum, unser internationales Netzwerk auszubauen. Im Moment sind wir in 13 Ländern aktiv, im Frühling wollen wir auch im Mittleren Osten und danach in Australien loslegen. Die internationale Zusammenarbeit ist für uns sehr wichtig - die Kollegen hier in Deutschland machen zum Beispiel einen phantastischen Job." Eine deutsche Ausgabe gibt es seit Oktober 2013. In dieser Woche ging dort der 2.000 Beitrag eines Gastautors online.

In den USA experimentiert die "HuffPo" seit Kurzem mit einer personalisierten Seite: Rechts neben den Artikeln stehen jetzt unter der Überschrift "Für Sie empfohlen" Artikel, die zu denen passen, die Sie zuletzt angeklickt haben. Das sei Teil der großen Neugestaltung unserer Seite, die man zum zehnten Geburtstag geplant habe, so Arianna Huffington. "Wir haben uns auch das Ziel gesteckt, mehr Bewegtbildinhalte auf die Seite zu bekommen - wir planen ein Verhältnis von 50 Prozent Text und 50 Prozent Video."

Kürzlich wurde bekannt, dass die "Huffington Post" drei frühere Mitarbeiter des US-Magazins "The New Republic" übernommen haben. Das Magazin ist für seine hintergründigen und investigativen Geschichten bekannt. "Longform- und investigativer Journalismus ist uns immer schon wichtig gewesen", betont Huffington im "SZ"-Interview und kündigt an: "Wir wollen diesen Bereich auf jeden Fall deutlich ausbauen. Zum einen, indem wir neue Leute einstellen - aber auch indem wir versuchen, in den sozialen Netzwerken Interesse für diese Geschichten zu wecken und sie so einer größeren Leserschaft zu präsentieren." Bisher habe Longform-Journalismus vor allem als Genre für die Elite gegolten. "Warum eigentlich?", fragt Huffington.

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