Wachsen mit den Nutzern: Edition F wird zum sozialen Inhalte-Netzwerk

23.01.2015
 
 

Mehr Content, mehr Vernetzung: Die Gründerinnen des Business-Frauen-Portals Edition F wollen ihr Angebot kräftig ausbauen. Dazu setzen sie auf Artikel ihrer Leserinnen. "Veröffentlichen soll so einfach sein wie ein Statuspost bei Facebook", sagte Susann Hoffmann dem "kressreport". Angemeldete Nutzerinnen könnten künftig wie auf einer Blogging-Plattform kurze Artikel veröffentlichen, um sich zu profilieren und darüber neue Leute kennenzulernen.

Mehr Content, mehr Vernetzung: Die Gründerinnen des Business-Frauen-Portals Edition F wollen ihr Angebot kräftig ausbauen. Dazu setzen sie auf Artikel ihrer Leserinnen. "Veröffentlichen soll so einfach sein wie ein Statuspost bei Facebook", sagte Susann Hoffmann dem "kressreport". Angemeldete Nutzerinnen könnten künftig wie auf einer Blogging-Plattform kurze Artikel veröffentlichen, um sich zu profilieren und darüber neue Leute kennenzulernen.

Ziel sei es, "sich ein inhaltlich geprägtes Netzwerk aufzubauen", also über spannende Gedanken neue Kontakte zu knüpfen, erläuterte Hoffmann. "Deshalb können Nutzer Autoren und Themen folgen. Es geht nicht darum ein weiteres Netzwerk für bestehende private Kontakte zu schaffen." Der User-generated content soll zunächst nicht redaktionell bearbeitet werden - solange die Artikel nur im Profil eines Nutzers steht.

Redaktion wird ausgebaut

Besonders gute Beiträge bekämen aber die Chance, auch im Magazin-Teil zu stehen, der ansonsten von Journalisten gestaltet wird. Jene Nutzerbeiträge werden dann aber redigiert. Hoffmann will dies nicht als Angriff auf den Journalistenberuf verstanden wissen: "Ganz klar werden wir aber auch in Zukunft unser Redaktionsteam ausbauen und mit freien Journalisten für Porträts, Interviews und Hintergrundartikel zusammenarbeiten. Freien Redakteuren zahlen wir zudem Geld."

Das Team soll auch mithilfe einer Crowdinvesting-Runde wachsen. Geldgeber können über die Plattform Companisto derzeit ab fünf Euro aufwärts in Edition F investieren, die Kampagnenzeit für das Ziel 200.000 Euro endet kommende Woche.

"Wir geben unserer Community damit die sehr direkte Möglichkeit, sich zu beteiligen", sagt die zweite Gründerin Nora-Vanessa Wohlert. Zuvor hatten einzelne Business Angels in das Berliner Start-up investiert, unter ihnen der frühere Gruner+Jahr-Wirtschaftmedien-Manager Jan Honsel, der jetzt das soziale Netzwerk Pinterest im deutschsprachigen Raum leitet, außerdem der TV-Produzent Michael Heiks.

Online-Shops bringen Einnahmen

Einnahmen generiert Edition F über Bannerwerbung, Stellenanzeigen, Premium-Profile für Arbeitgeber sowie über Affiliate Links, die auf Online-Shops verweisen. Den Produkte-Bereich wolle Edition F verbessern, sagte Wohlert dem "kressreport". Bisher gab es Artikel wie "Das sind die Top-Business-Outfits", künftig sollen Nutzerinnen auch gezielt nach Blazern oder Hosenanzügen suchen können. Produkte werden bei Edition F häufig redaktionell besprochen und können dann über einen Link in Shops bestellt werden. Für die Vermittlung bekommt die Seite etwa zehn Prozent des Verkaufspreises, derzeit laut Wohlert pro Monat eine "niedrige vierstellige Summe".

Im neuen "kressreport 01.15" erzählen Wohlert und Hoffmann mehr über die Profilseiten für Arbeitgeber, außerdem geht es um die Unterschiede zwischen Crowdinvesting und - funding - und warum Edition F ein gutes Vorbild für andere Mediengründer ist.

Autor: Jens Twiehaus

 

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