Kandidatur für zweite Amtszeit angekündigt: Ulrich Wilhelm will BR-Intendant bleiben

 

Der transmediale Umbau des BR, also die enge Verzahnung von TV-, Radio- und Online-Redaktionen, ist ein Marathonlauf, der eines langen Atems bedarf. Daher strebt Ulrich Wilhelm eine weitere Amstzeit als Intendant an, regulär würde sie zum 31. Januar 2016 enden. "In diesem Jahr wird es eine Sitzung des Rundfunkrats geben, bei der ich mich um die Wiederwahl bewerbe", sagte er zu kress.de.

Der transmediale Umbau des BR, also die enge Verzahnung von TV-, Radio- und Online-Redaktionen, ist ein Marathonlauf, der eines langen Atems bedarf. Daher strebt Ulrich Wilhelm eine weitere Amstzeit als Intendant an, regulär würde sie zum 31. Januar 2016 enden. "In diesem Jahr wird es eine Sitzung des Rundfunkrats geben, bei der ich mich um die Wiederwahl bewerbe", sagte er zu kress.de.

Wilhelm kann sich eine zweite Amtszeit als Intendant vorstellen. Er muss dafür vom BR-Rundfunkrat vorgeschlagen werden, dem die Initiative und Meinungsbildung für die Wahl des Intendanten obliegt.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierungsstrategie des BR legte Wilhelm eine Weiche um - für zwei Digitalradioprogramm, die am 2. Februar ihren Betrieb aufnehmen werden. "Wir werden am kommenden Montag zwei bedeutsame Entwicklungen für den bayerischen Rundfunk erleben", sagte der Intendant in München. 

BR Heimat wird zum neuen Volksmusik-Digital-Zusatzangebot 

Als komplett neues Digitalprogramm geht BR Heimat an den Start - pünktlich um 5 Uhr frühs. Die Welle richtet sich an Liebhaber von Volksmusik und soll über die Übertragungswege DAB+ (Wilhelm ist anders als so mancher seiner ARD-Kollegen erklärter Fan der Technik), digitales Kabel, Satellit sowie IPTV und als Internet-Livestream.

BR Heimat versteht der Sender dabei als "Zusatzangebot" zum bestehenden populären Ukw-Angebot Bayern 1. Der neue Sender "bündelt die gesamten bayerischen Themen im BR", so Wilhelm. Er setze auf ein Thema, "das auf der ganzen Welt derzeit im Schwange ist - die Heimat als Ort der Identität".

Bayern plus zieht ins Studio Franken nach Nürnberg

Umformatiert wird das bestehende Digitalangebot Bayern plus. Der Sender wird zur reinen Schlager- und Oldie-Welle des Bayerischen Rundfunks umgebaut. Dafür zieht die Mannschaft von München ins Studio Franken nach Nürnberg.

Bayern plus will dabei neben dem Musikprogramm auch auf die Themen "Gesundheit, Wellness, Ernährung und Vorsorge" - mit Blick auf die eher reifer Zuhörerschaft und in enger Anbindung an das "Medical Valley" in Erlangen. Fränkischer Zungenschlag ist nicht als ausschließliche Radio-Färbung gedacht. Die BR-Regionalstudios aus dem gesamten BR-Sendegebiet sollen zuarbeiten. 

"Heimat ist ein Gefühl, kein GPS-Standort"

Beide Programme können über DAB+ im gesamten Freistaat empfangen werden. Zudem gibt es für BR Heimat Kooperationen mit dem ORF und der italienischen RAI, so dass die Inhalte etwa auch in Südtirol über DAB+ zu hören sein sollen. "Jeder Urlauber kann auf dem Weg über dem Brenner bis Verona unser Programm empfangen", so Wilhelm. Stefan Frühbeis, Redaktionsleiter von BR Heimat sekundierte kernig: "Heimat ist ein Gefühl, kein GPS-Standort." 

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.