Nach Anschlag auf "Charlie Hebdo": "Titanic" verkauft deutlich mehr Hefte

30.01.2015
 

Die Satirezeitschrift "Titanic" hat nach dem Terroranschlag auf die französische Karikaturenzeitung "Charlie Hebdo" deutlich mehr Hefte am Kiosk verkauft als gewöhnlich. "Es ist verrückt, in Paris sterben Satiriker - und in Deutschland kaufen die Leute uns aus Anteilnahme",

Die Satirezeitschrift "Titanic" hat nach dem Terroranschlag auf die französische Karikaturenzeitung "Charlie Hebdo" deutlich mehr Hefte am Kiosk verkauft als gewöhnlich. "Es ist verrückt, in Paris sterben Satiriker - und in Deutschland kaufen die Leute uns aus Anteilnahme", sagte "Titanic"-Chefredakteur Tim Wolff dem "Handelsblatt" (Freitag).

Von der Januar-Ausgabe, die zum Zeitpunkt des Terroraktes am 7. Januar im Handel war, seien rund 60.000 Stück über die Theke gegangen. Der durchschnittliche Einzelverkauf liege sonst bei 45.000 Exemplaren, sagte Wolff.

Das Februar-Heft, das als erstes nach dem Attentat entstanden ist, kommt an diesem Freitag in den Handel. Es zeigt unter der Überschrift "Wo ist Mohammed? (Gute Frage eigentlich)" eine Pariser Straßenszene als Wimmelbild, in der der islamische Prophet nicht zu sehen ist. "Jeder hat von uns erwartet, dass wir mit einer aggressiven Mohammed-Karikatur aufmachen, mit dieser Erwartung wollten wir natürlich spielen", so Wolff.

Die 1979 gegründete "Titanic" hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und erscheint monatlich im Berliner "Titanic"-Verlag. Die Druckauflage liegt bei rund 100.000 Exemplaren, davon gehen etwa 25.000 an Abonnenten, der Einzelverkauf liegt bei 40.000 bis 45.000 Stück.

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