Sie zeigt, wie es in Verlagshäusern zugeht: Ulrike Simon erhält Bert-Donnepp-Preis

30.01.2015
 

Ulrike Simon hat im vergangenen Jahr die Umbrüche beim "Spiegel" dokumentiert. Dabei hat die Berliner Medienjournalistin so gute Arbeit geleistet, dass sie den Bert-Donnepp-Preis erhält. Die vom Verein der "Freunde des Adolf-Grimme-Preises" 1991 als Deutscher Preis für Medienpublizistik gestiftete Auszeichnung wird am 3. Februar beim "Bergfest" der Jurywoche des 51. Grimme-Preises in Marl überreicht.

Ulrike Simon hat im vergangenen Jahr die Umbrüche beim "Spiegel" dokumentiert. Dabei hat die Berliner Medienjournalistin so gute Arbeit geleistet, dass sie den Bert-Donnepp-Preis erhält. Die vom Verein der "Freunde des Adolf-Grimme-Preises" 1991 als Deutscher Preis für Medienpublizistik gestiftete Auszeichnung wird am 3. Februar beim "Bergfest" der Jurywoche des 51. Grimme-Preises in Marl überreicht.

Simon habe in den vergangenen Jahren in herausragender Weise Hintergründe und Zusammenhänge in deutschen Verlagen, Sendern und der Medienpolitik aufgedeckt und beschrieben, so die Jury in der Begründung. "Wenn ihr eigenes Medium im Mittelpunkt steht, ist vielen Verlegern und Chefredakteuren ein kritischer Journalismus plötzlich lästig. Sich als Journalistin, noch dazu als freiberuflich arbeitende, dagegen durchzusetzen, ist keine leichte Aufgabe. Ulrike Simon meistert sie seit Jahren und sorgt dafür, dass wir uns dank ihrer profunden Beobachtungen ein Bild davon machen können, wie es in deutschen Verlagshäusern zugeht, die im Zuge der Medienkrise zunehmend unter Druck geraten sind", heißt es in der Begründung weiter.

Ulrike Simon begann ihre Karriere 1993 bei Branchenmagazinen wie "text intern" und "Kontakter", war mitverantwortlich für die Medienseite des Berliner "Tagesspiegel", Reporterin bei der "Welt" und arbeitete freiberuflich vor allem für das "Medium Magazin", die "Berliner Zeitung" und die "Frankfurter Rundschau", bevor sie 2015 als Autorin zur Verlagsgruppe Madsack wechselte.

Besondere Ehrung für Hörspielkritiker Jochen Meißner

Mit einer Besonderen Ehrung würdigt der nach dem Gründer des Grimme-Instituts, Bert Donnepp (1914-1995) benannte Preis den Hörspielkritiker Jochen Meißner. "Es gibt wohl kaum einen zweiten in Deutschland, der wie Meißner die einzige radiophone Kunstform mit einer derartigen Intensität, Kenntnis und Beharrlichkeit begleitet und sie durch seine Beiträge immer wieder kritisch auslotet, erdet, durchdringt und auch feiert", so die Begründung. Als Kritiker sei Meißner, der vor allem im Fachdienst "Medienkorrespondenz" (bis Januar 2015 "Funkkorrespondenz") veröffentlicht, dabei immer auch ein Ermunterer und ein zugleich Fordernder, der es sich, dem Hörspiel und den Lesern seiner Rezensionen niemals leicht mache.

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