"Agents of S.H.I.E.L.D." im kress-Check: Bonbonbunt die Welt retten

 

Wer nicht riskieren möchte, nicht doch ein drittes Ohr an den Kopf gequasselt zu bekommen, der sollte einen Superhelden-Fan niemals danach fragen, was es denn genau auf sich hat mit den Superkräften, den Tarnungen und den Verschwörungen. Man kann auch einfach nur die Füße hochlegen und vom RTL II-Hochglanz-Konfekt "Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D." naschen. Die Disney-Serie wird dem Sender-Claim gerecht: "It's fun". 

Wer nicht riskieren möchte, nicht doch ein drittes Ohr an den Kopf gequasselt zu bekommen, der sollte einen Superhelden-Fan niemals danach fragen, was es denn genau auf sich hat mit den Superkräften, den Tarnungen und den Verschwörungen. Man kann auch einfach nur die Füße hochlegen und vom RTL II-Hochglanz-Konfekt "Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D." naschen. Die Disney-Serie wird dem Sender-Claim gerecht: "It's fun". 

Wer sich selbst gerne mal auf dem Schulhof mit Thors Hammer Gehör verschafft oder sich von Captain America beim Pendeln in der U-Bahn begleiten lässt, durchschaut natürlich auch ohne Röntgenblick die verworrenen Handlungsknoten der dritten durchaus erstklassigen Superhelden-Serie der Woche (nach "The Flash" und "Gotham" bei ProSieben).

Handlungs- und Anschluss-Logik? Ach, hör mir auf!

Und der Liebhaber sieht natürlich auch souverän darüber hinweg, dass Agent Phil Coulson (Clark Gregg), der im 2012er-Kinofilm "The Avengers" aus dem Marvel-Univesum eben erst noch sein Leben lassen musste, sich nun in der Fernsehserie wieder quicklebendig zurückmeldet - als Anführer der Geheimorganisation S.H.I.E.L.D. Er stand halt ein wenig in der dunklen Ecke. Jetzt hat er wieder das Kommando. So what. Tatsächlich erfährt man in der Staffel immer mehr, was "wirklich" passiert war. Kenner beschäftigt so etwas sehr - etwa auch bei Twitter ().

Die nicht immer ganz durchsichtige Weltenschützer-Truppe, die über ähnlich rabiate Verhörmethoden verfügt, wie man sie auch den sehr realen US-Geheimdiensten zutraut, soll die Erde vor irrlichternden Superhelden und Gaga-Außerirdischen schützen, die ihre enormen Kräfte nicht im Griff haben. Oder sogar für die Bösen einsetzen wollen.

Die Welt schützen - vor irrlichternden Superhelden

Deshalb haben die Agents jeden im Blick, der aus der Reihe tanzt - etwa den unbescholtenen biederen Familienvater, der in der ersten Folge seine ungeahnten Mucki-Leistungen entdeckt. Für ihn interessiert sich jedoch auch die Gegenseite, für die zunächst die Hackerin Skye (Chloe Bennet) steht. Wer sich unbemerkt in die allergeheimsten Datennetze einschleichen kann, ist für jeden Auftraggeber nützlich. Das weiß man auch in der Realwelt. 

Willkommen in der "seltsamen Welt" von RTL II

Doch natürlich ist die "Agents"-Welt eine Popcorn-Fantasie, allerdings mit vielen Fußspuren in der Realität - und tollen Schauplätzen in New York oder eingangs in Paris. Die Agenten haben dabei eine Sonderaufgabe. Sie bewachen "die Grenze zwischen der Welt und der noch viel seltsameren Welt". So fasst es Agent Ward (Brett Dalton) zusammen. Und das gilt natürlich auch für die Fernsehlandschaft und RTL II.

Was die Schauwerte angeht, steht die Free-TV-Premiere im Premium-Regal. Alle marktüblichen Jungsträume was schwere Waffen, Elektronik und dicke Autos angeht, werden bedient. Und wer abends nicht mehr allzu viel nachdenken möchte, hangelt sich doch freudig von einer Verschwörungstheorie zur nächsten.

RTL II zeigt die ersten beiden von insgesamt 22 Episoden der ersten "Agents of S.H.I.E.L.D."-Staffel am Freitag, 13. Februar um 22:15 Uhr. Weiter geht's dann ab 14. Februar immer samstags um 20:15 Uhr in einer Doppelfolgen-Programmierung. In den USA lief bei ABC im September 2014 bereits die zweite Staffel an.

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