Chefredakteur gesucht: Wolfgang Blau will an die "Guardian"-Spitze

17.02.2015
 

Wolfgang Blau, 47, will den Chefredakteurs-Posten der britischen Zeitung "The Guardian" haben. Als einer von vier internen Kandidaten stellt er sich bei einem freiwilligen Votum den Redaktionen von "Guardian" und "Observer" sowie den Web-Portalen theguardian.com, Guardian US und Guardian Australia.

Wolfgang Blau, 47, will den Chefredakteurs-Posten der britischen Zeitung "The Guardian" haben. Als einer von vier internen Kandidaten stellt er sich bei einem freiwilligen Votum den Redaktionen von "Guardian" und der Sonntagszeitung "Observer" sowie den Web-Portalen theguardian.com, Guardian US und Guardian Australia. Das von der Journalisten-Gewerkschaft NUJ organisierte Votum ist jedoch nicht bindend. Die Verlagsspitze kann die Belegschaft überstimmen und auch einen der anderen Bewerber ernennen. Zumindest wird der Sieger des Abstimmungsprozesses, der am 26. Februar beginnt und am 4. März endet, aber zum Vorstellungsgespräch geladen.

Insgesamt 26 Bewerber wollen Nachfolger von Chefredakteur Alan Rusbridger werden, wie der "Guardian" am Montag online berichtete.

Wolfgang Blau war im April 2013 als Director of Digital Strategy zum britischen "Guardian" gewechselt und trat dem Executive Committee von Guardian News & Media bei. Zuvor war Blau fünf Jahre lang Chefredakteur von "Zeit Online".  Seine Karriere begann er als Chef vom Dienst beim BLR-Radiodienst München. Danach arbeitete Blau als freier Journalist und Autor u.a. für ZDF, ORF, Die Welt und Deutsche Welle.

Hintergrund: Beim "Guardian" hatte Alan Rusbridger 1995 die überwältigende Rückendeckung der Belegschaft und wurde anschließend auch zum Chefredakteur ernannt. Er tritt im Sommer nach 20 Jahren von seinem Amt zurück und wird der nächste Vorsitzende des Sotts Trusts, dem der "Guardian" gehört. 2014 hatten der "Guardian" und die "Washington Post" für Berichte über den NSA-Skandal den Pulitzer-Preis erhalten.

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