Nachrichten-Apps im Test: Wie sich Medienhäuser für das Smartwatch-Zeitalter rüsten

19.02.2015
 
 

Von praktisch bis problematisch: Eine Handvoll deutscher Online-Medien ist schon vor dem Verkaufsstart der Apple Watch auf Internet-Uhren präsent. Die Apps sind teilweise erste Studien und teilweise schon richtig durchdacht. Der kressreport (Erscheinungstermin: 20. Februar) hat vier deutsche und sechs internationale Angebote auf der Samsung Gear S unter die Lupe genommen.

Von praktisch bis problematisch: Eine Handvoll deutscher Online-Medien ist schon vor dem Verkaufsstart der Apple Watch auf Internet-Uhren präsent. Die Apps sind teilweise erste Studien und teilweise schon richtig durchdacht. Der "kressreport" (Erscheinungstermin: 20. Februar) hat vier deutsche und sechs internationale Angebote auf der Samsung Gear S unter die Lupe genommen. Wer schon gut ist, was besser werden muss ...

Smartwatches sind noch ein echter Nischenmarkt. Das könnte sich ab April ändern, wenn Apple im April Millionen Uhren auf den Weltmarkt wirft. Ob sich die iPhone-Revolution auch am Handgelenk wiederholt, bezweifeln viele. Medienhäuser rüsten sich trotzdem und bringen ihre Marken auf Uhren.

n-tv war als erstes deutsches Medium mit einer App auf der Uhr. Die aktuellste Version für die Samsung-Uhr überzeugt optisch: Jede Meldung wird mit einem displaygroßen Foto aufgemacht. Die Kurztexte darunter entsprechen den Teasern der Website. Einmal tippen genügt, um die Langversion des Artikels auf dem per Bluetooth verbundenen Mobiltelefon zu öffnen. Leider muss das Smartphone immer verbunden bleiben - auch wenn die Samsung-Uhr dank W-Lan oder eingebauter SIM-Karte eigenständig funktionieren kann.

n-tv und "Welt" glänzen

Die Smartwatch-App der "Welt" lädt erfreulicherweise ohne Bluetooth-Verbindung zum Handy und gefällt auch sonst: Trotz des winzigen Zwei-Zoll-Bildschirms bleiben in den Meldungen noch Weißräume, was sehr angenehm für die Augen ist. Zu jedem Text wird ein Foto ausgespielt. Die Meldungen sind mit zwei bis drei Sätzen prägnant. Leider bietet die "Welt"-App noch keine Anbindung zu sonstigen digitalen Angebote der Axel-Springer-Medienmarke. Texte und Fotos stammen nämlich von den N24-Infoscreens, die Reisende zum Beispiel von Bahnhöfen kennen. Springer nutzt an dieser Stelle sehr klug Synergien innerhalb der WeltN24-Gruppe.

Auch die Apps von "Bild" und "Süddeutscher Zeitung" sind ausführlich Thema im Test. Beide sehen sich optisch sehr ähnlich. Sie enthalten die Texte von "bild.de" bzw. "Süddeutsche.de", die mittels der Schnelllese-Technologie Spritz auf den Bildschirm kommen. Spritz zeigt einzelne Worte jeweils für Sekundenbruchteile an. Dies kann für komplette Online-Texten vier Minuten flitzende Buchstaben bedeuten - eine Zumutung für die Augen. Testurteil: völlig unbrauchbar.

Abonnenten des "kressreport" lesen die Details zum Test in Ausgabe 03.15 auf vier Seiten. Außerdem: Was deutsche Entwickler sich für ihre Smartwatch-Anwendungen bei CNN, "De Telegraaf" oder dem britischen Mobile-Startup BulletNews abgucken können.

Autor: Jens Twiehaus

 

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