Schweizer Tamedia kündigt Probelauf an: Test für digitales "20 Minuten" in Deutschland

03.03.2015
 

Tamedia denkt über einen Online-Ableger seiner Gratiszeitung "20 Minuten" in Deutschland nach. Ein Sprecher des Schweizer Medienunternehmens sagte, in den kommenden Monaten solle getestet werden, ob es in Deutschland Platz für ein digitales Angebot gebe. Zielgruppe: junge Leser.

Tamedia denkt über einen Online-Ableger seiner Gratiszeitung "20 Minuten" in Deutschland nach. Ein Sprecher des Schweizer Medienunternehmens sagte, in den kommenden Monaten solle getestet werden, ob es in Deutschland Platz für ein digitales Angebot gebe. Zielgruppe: junge Leser. Eine Print-Ausgabe sei nicht geplant. 

"20 Minuten" wird in der Schweiz als Pendlerzeitung vor allem an Zeitungsboxen und in Bahnhöfen vertrieben. Die deutschsprachige Online-Ausgabe ist nach Tamedia-Angaben das Nachrichtenportal mit der größten Reichweite in der Schweiz. Für Deutschland sei jedoch eher ein Nischenprodukt angedacht, hieß es.

1999 war die Gratiszeitung "20 Minuten" noch unter der Ägide der norwegischen Schibsted-Verlagsgruppe in Deutschland gestartet. 2001 wurde sie schon wieder eingestellt - die Platzhirsche Axel Springer und M. DuMont Schauberg wehrten sich erfolgreich. In der Schweiz ging der Gratisplan auf - Tamedia übernahm 2005 das Blatt. 

Deutschland-Pläne gibt es auch bei der "Neuen Zürcher Zeitung", die zuletzt den viel beachteten Online-Ableger "NZZ.at" in Österreich auf den Weg brachte. Damit will die Mediengruppe auch Erfahrungen für den deutschen Markt sammeln. Die Zahl der Abonnenten von "NZZ.at" liegt eineinhalb Monate nach dem Start bei rund 2.000 Abonnenten. 

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