51. Grimme-Preis: Ulrich-Tukur-"Tatort: Im Schmerz geboren" wird ausgezeichnet

04.03.2015
 

Zehn Grimme-Preise gehen in diesem Jahr an ARD-Koproduktionen. Das ZDF kommt auf drei der renommierten Auszeichnungen. Dies gab das Grimme-Institut am Mittwoch bekannt. Die privaten Sender gehen damit leer aus. In der Kategorie Fiktion wird der "Tatort: Im Schmerz geboren" (HR) mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle ausgezeichnet.

Zehn Grimme-Preise gehen in diesem Jahr an ARD-Koproduktionen. Das ZDF kommt auf drei der renommierten Auszeichnungen. Dies gab das Grimme-Institut am Mittwoch bekannt. Die privaten Sender gehen damit leer aus. Verliehen wird der Preis am 27. März im westfälischen Marl.

In der Wettbewerbskategorie Fiktion wird der "Tatort: Im Schmerz geboren" (HR) mit Ulrich Tukur in der Hauptrolle ausgezeichnet. Auch die ARD-Tragikomödie "Bornholmer Straße" (MDR/ARD Degeto/RBB) über die letzten Tage vor dem Mauerfall, das Sozialdrama "Der Fall Bruckner" (BR), das Drama "Männertreu" (HR) und die Komödie "Altersglühen - Speed Dating für Senioren" (WDR/NDR) erhalten den Grimme-Preis.

"Mr. Dicks" und "Die Anstalt" setzen sich gegen private Konkurrenz durch

Die Auszeichnungen in der Kategorie Unterhaltung gehen an "Mr. Dicks - das erste wirklich subjektive Gesellschaftsmagazin" (EinsFestival/WDR) und die ZDF-Sendung "Die Anstalt". Nominiert waren hier auch Formate von Privatsendern, u.a. "Die Höhle der Löwen" und "Sing meinen Song" (kress.de berichtete). 

Mit einem Grimme-Sonderpreis werden die Russland-Korrespondentin Ina Ruck vom WDR und Nahost-Korrespondent Dietmar Ossenberg vom ZDF geehrt. Ina Ruck zeichne eine außerordentlich sachliche und kenntnisreiche Berichterstattung vor allem auch im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt aus, hieß es zur Begründung. Mit Ossenberg werde ein exzellenter Kenner des Nahen Osten geehrt. Er verfüge über langjährige Erfahrungen, hohe Fachkenntnis und interkulturelle Kompetenz, die dem Zuschauer den Nahen Osten ein Stück näher bringe.

Den Sonderpreis Kultur des Landes NRW für Kinderfernsehen erhalten "10 Wochen Sommer" aus der Reihe "Ab 18".

Das ZDF räumte in der Kategorie Information und Kultur zwei Preise ab: einmal für die Dokumentation "Wir waren Rebellen - Krieg und Frieden im Südsudan" sowie "Die Kinder von Aleppo". Ebenfalls prämiert wird "Camp 14 - Total Control Zone" (WDR/BR/Arte), das Porträt eines ehemaligen Insassen eines nordkoreanischen Straflagers. Preise erhalten auch die Dokumentation "Nach Wriezen" (RBB) über drei jugendliche Straftäter und der Mehrteiler "Akte D" (WDR/MDR/BR).

"Herres: Das Erste ist Qualitätskompass für gesamten deutschen Fernsehmarkt"

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, war an diesem Mittwoch in Feierstimmung: "Nahezu alle ausgezeichneten ARD-Koproduktionen hatten ihre Premiere bei uns im Ersten. Die Verleihung der Grimme-Preise zeigt einmal mehr, dass Das Erste der Qualitätskompass für den gesamten deutschen Fernsehmarkt ist. Die Eins ist das Gütesiegel für zukunftsweisendes und anspruchsvolles Fernsehen - die Jury des Grimme-Instituts hat dies mit ihren heutigen Preisentscheidungen eindrucksvoll unterstrichen."

Hintergrund: Der Grimme-Preis wird seit 1964 jährlich im westfälischen Marl verliehen, Stifter ist der Deutsche Volkshochschul-Verband. Eine Jury aus Fernsehkritikern, Publizisten sowie Medien- und Bildungsexperten vergibt insgesamt bis zu zwölf Preise in den Kategorien Fiktion (Filme), Unterhaltung sowie Information und Kultur. Zusätzlich würdigt der Verband das Lebenswerk eines Fernsehschaffenden mit einem Sonderpreis.

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