Südwestdeutsche Medienholding: Geschäftsführer Detlef Haaks und Martin Jaschke gehen

 

Die Südwestdeutsche Medienholding richtet ihre Führungsebene neu aus. Nach Informationen von kress.de müssen Detlef Haaks, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags, und Martin Jaschke (Foto), Geschäftsführer der Medienholding Süd und damit verantwortlich unter anderem für "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten", das Haus verlassen.

Die Südwestdeutsche Medienholding richtet ihre Führungsebene neu aus. Nach Informationen von kress.de müssen Detlef Haaks, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags, und Martin Jaschke, Geschäftsführer der Medienholding Süd und damit verantwortlich unter anderem für "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten", das Haus verlassen. Die Nachfolger stehen schon bereit.

Detlef Haaks war Geschäftsführer beim Deutschen Sparkassenverlag, bevor er im Juli 2009 zum Süddeutschen Verlag kam. Zuvor war der promovierte Diplom-Informatiker als Entsandter des Funke-Stamms (GrotkampSchubriesHolthoff) Geschäftsführer der WAZ Gruppe (heute Funke Mediengruppe) und der Nordwest Medien GmbH in Oldenburg. In seiner Zeit beim Süddeutschen Verlag fällt unter anderem der Umbau von SZ.de und die Einführung der neugestalteten Wochenendausgabe der "Süddeutschen Zeitung".

Martin Jaschke kam zum 1. Januar 2013 nach Stuttgart. Nach seinem Einstieg in die Verlagsbranche bei Gruner + Jahr führte der promovierte Jurist die Geschäfte des Braunschweiger Zeitungsverlags ("Braunschweiger Zeitung"), bis er 2008 die Geschäftsführung der Zeitungsgruppe Thüringen ("Thüringer Allgemeine", "Ostthüringer Zeitung", "Thüringische Landeszeitung") übernahm, die er mit großem Erfolg führte. Auch in Stuttgart konnte Jaschke, der an diesem Montag wie "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo Geburtstag feiert, einige Erfolge verbuchen; am Ende, so heißt es allerdings aus Stuttgart, überwarf er sich mit Richard Rebmann, der sich als Geschäftsführer der Muttergesellschaft dann doch zu sehr in die Geschäfte vor Ort einmischte.

Eine Sprecherin der Südwestdeutschen Medienholding wollte die Veränderungen auf Führungsebene am kress.de-Telefon nicht kommentieren.

Nach Informationen von kress.de stehen die Nachfolger für Jaschke und Haaks bereits fest; beide Geschäftsführer wurden gebeten, bis zu deren Amtsantritt die Position zu halten. Wer ihnen allerdings nachfolgt, wird auch im Haus noch geheim gehalten.

Die Südwestdeutsche Medienholding mit Sitz in Stuttgart gehört mit rund 7.000 Mitarbeitern in 130 Gesellschaften und an mehr als 30 Standorten zu den größten Mediengruppen Deutschlands. Sie ist auch in der Schweiz, Österreich, Polen, Ungarn und Tschechien aktiv. Zur SWMH gehören neben "Stuttgarter Zeitung", "Stuttgarter Nachrichten", "Süddeutsche Zeitung" auch "Schwarzwälder Bote" oder "Freies Wort" in Suhl. Zum Unternehmen zählen auch verschiedene Fachverlage wie "Werben und Verkaufen", oder "Verlag Moderne Industrie" sowie Anzeigenblätter, Radiosender und eine Fernsehproduktionsgesellschaft. Hauptgesellschafter ist die Ludwigshafener Medien-Union von Verlegerfamilie Schaub ("Rheinpfalz", "Freie Presse" Chemnitz) sowie die Gruppe Württembergischer Verleger, dessen größter Anteilseigner Eberhard Ebner ist, Verleger der "Südwest-Presse".

Vorsitzender der Geschäftsführung ist Richard Rebmann. Der promovierte Jurist übernahm 2008 die Geschäfte bei der SWMH, davor war er Verleger vom "Schwarzwälder Boten". Rebmann ist seit 1998 Vizepräsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Ihm zur Seite steht Alexander Pasch. Pasch kam 2012 zur Südwestdeutschen Medienholding, davor war er in leitenden Funktionen innerhalb des Pharmahandelskonzerns Celesio tätig.

Vorsitzender des Aufsichtsrates der Südwestdeutschen Medienholding ist Medien-Union-Manager und Dieter-Schaub-Vertrauter Oliver C. Dubber.

In der vergangenen Woche hatte der SWMH-Betriebsrat einen Brandbrief an die Belegschaft geschickt, die Geschäftsführung aufgefordert, auf "betriebsbedingte Kündigungen" zu verzichten. Hintergrund dabei ist das von der Unternehmensberatung Schickler angesetzte Programm OPTIV (steht für: "Optimierung interner Verlagsprozesse"), das derzeit im ganzen Konzern Arbeitsprozesse durchleuchte (kress.de berichtete exklusiv).

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