Turner-Produktionschefin Anke Greifeneder: "Unsere Geschichten gehen an die Grenze"

 

Ihr Riecher für gute Stoffe und originelle Erzählweisen hat der "Add a Friend"-Entwicklerin schon einen Grimme-Preis eingebracht. "Unsere Inhalte müssen zum Pay-TV passen. In Bezug auf fiktionale Inhalte heißt das, dass wir horizontal erzählen wollen, dass unsere Geschichten einen gewissen Anspruch haben und wir auch mal an die Grenzen gehen", sagt Anke Greifeneder, als Senior Executive Producer für die Turner-Eigenproduktionen in Zentral- und Osteuropa zuständig.

Ihr Riecher für gute Stoffe und originelle Erzählweisen hat der "Add a Friend"-Entwicklerin schon einen Grimme-Preis eingebracht. "Unsere Inhalte müssen zum Pay-TV passen. In Bezug auf fiktionale Inhalte heißt das, dass wir horizontal erzählen wollen, dass unsere Geschichten einen gewissen Anspruch haben und wir auch mal an die Grenzen gehen", sagt Anke Greifeneder, als Senior Executive Producer für die Turner-Eigenproduktionen in Zentral- und Osteuropa zuständig. "Geschichten und Charaktere, die edgy sind, spielen dabei eine wichtige Rolle." Demnächst wird Greifeneder mit der Thriller-Mystery-Reihe "Weinberg" viel Aufmerksamkeit auf sich und den Sender TNT Serie ziehen.

Die Pay-TV- und VoD-Branche boomt. Umso wichtiger ist es, die Eigenmarken zu stärken und Zuschauer exklusiv an sich zu binden. Der aktuelle "kressreport" (EVT: 20. März) stellt daher fünf Entscheider vor, die mit ihren Ideen den Markt beflügeln und von deren Erfolgsgeheimnissen man lernen kann.

Inhaltliche Kompromisse kommen für die Turner-Frau nicht in Frage

Anke Greifeneder kann es sich mit der Turner-Marktmacht und ihren bisherigen Publikums- und Kritiker-Erfolgen im Rücken erlauben, möglichst wenig Kompromisse einzugehen. "Eine Kooperation, die bedeuten würde, dass wir inhaltlich Abstriche machen müssten, etwa weil eine Serie unbedingt nach der exklusiven Auswertung bei uns um 20.15 Uhr im Free-TV funktionieren muss, kommt für uns derzeit nicht in Frage", so Greifeneder.

Emanuel Rotstein verschafft History und A&E weltweite Beachtung

Ähnlich selbstbewusst argumentiert Emanuel Rotstein, Produktionschef bei History und A&E, der mit seiner Dokumentation "Der elfte Tag" zum Olympia-Anschlag 1972 in München weltweite Beachtung fand. "Die lokale Eigenproduktion ist für uns die Kür", sagt er. "Wir schärfen unser Profil in einem Pay-Markt, auf dem Alleinstellungsmerkmale aufgrund der Sendervielfalt ein Überlebenskriterium darstellen."

Tempo-Macher auf dem Markt: Peter Schulz, Steffen Haug und Jacinto Roca

Neben den Programm-Machern Greifeneder und Rotstein stellt der aktuelle "kressreport" mit Peter Schulz, Vice President On Demand Programing bei Sky, einen Mann vor, der das Ausspielen der Inhalte auf möglichst allen Empfangswegen- und -geräten befeuert.

Steffen Haug von Spiegel.tv hat mit Inhaltepartnern von Deutschlands führenden Dokumentarfilmern bis hin zum Arthouse-Kino seine Plattform zur relevanten Anlaufadresse für Bewegtbildfans gemacht. Dabei überzeugt besonders Haugs Vermarktungsansatz.

Und Jacinto Roca, Gründer und CEO von Wuaki.tv, hat es geschafft, einen Streaming-Anbieter mit fairen Preismodellen und einer dezidiert europäischen Note zu etablieren. 

Alles was man über die fünf Tempo-Macher wissen muss, erfahren Abonnenten des "kressreport" exklusiv in der aktuellen gedruckten Ausgabe, die am 20. März erscheint.

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