BR-Intendant wiedergewählt: Ulrich Wilhelm für fünf weitere Jahre bestätigt

 

Der Münchner lokalpolitische Wirbel um die Pläne des vor allem vom BR forcierten Baus eines neuen, auch fürs BR-Rundfunkorchester mit Weltgeltungsanspruch repräsentativen Konzertsaals hat Ulrich Wilhelm nicht geschadet. Offenbar auch nicht der kühle Wind aus seiner eigenen CSU-Partei. Wie kress.de vorab exklusiv meldete, trat der BR-Intendant für seine Wiederwahl an. Ohne Gegenkandidaten darf Wilhelm nun ab 2016 fünf weitere Jahre im BR-Sendegebiet regieren.

Der Münchner lokalpolitische Wirbel um die Pläne des vor allem vom BR forcierten Baus eines neuen, auch fürs BR-Rundfunkorchester mit Weltgeltungsanspruch repräsentativen Konzertsaals hat Ulrich Wilhelm nicht geschadet. Offenbar auch nicht der kühle Wind aus seiner eigenen CSU-Partei. Wie kress.de vorab exklusiv meldete, trat der BR-Intendant für seine Wiederwahl an. Ohne Gegenkandidaten darf Wilhelm nun ab 2016 fünf weitere Jahre im BR-Sendegebiet regieren.

Vor allem sein Mammutprojekt des trimedialen Umbaus des BR - inklusive massiver Bauten am Standort in München-Freimann - erfordert einen langen Atem. Nun kann Ulrich Wilhelm seiner zweiten Amtszeit entgegensehen, die im kommenden Jahr am 1. Februar beginnt. Eine erneute Wiederwahl - auch mehrfach - ist möglich. 

33 Ja-Stimmen, fünf Gegenstimmen, zwei Enthaltungen

Mangels Gegenkandidaten hatte an Wilhelms Bestätigung kein Zweifel bestanden, benötigte er doch lediglich die einfach Mehrheit der Rundfunkratmitglieder. Von denen waren bei der entscheidenden Sitzung am Donnerstag in München 40 Mitglieder anwesend - sieben waren entschuldigt. Eine glatte Wiederwahl gelang Ulrich Wilhelm nicht. Er erhielt 33 Ja-Stimmen - bei fünf Gegenstimmen und zwei Enthaltungen.

Bei seiner ersten Wahl 2010 hatte Wilhelm noch knapp 91 Prozent der Stimmen (40 von 44) bekommen. Über seine Wiederwahl freute er sich: "Angesichts der großen Veränderungen, die ich allen zumute, ist das ein glaubwürdiges und gutes Ergebnis."

Lorenz Wolf, Vorsitzender des BR-Rundfunkrats, erklärte: "Ich gratuliere Ulrich Wilhelm zur Wiederwahl, die eine Bestätigung für seine bisher geleistete Arbeit und zugleich ein Auftrag ist, den noch am Anfang stehenden Umbauprozess des BR zu einem trimedialen Unternehmen erfolgreich voranzubringen". Die Zukunft des Bayerischen Rundfunks liege bei Ulrich Wilhelm in guten und bewährten Händen. Wolf wünschte Wilhelm "für die großen Herausforderungen im aktuellen Medienumfeld alles Gute und weiterhin eine glückliche Hand".

Ulrich Wilhelm ist gebürtiger Münchner, studierte von 1981 bis 1983 an der Deutschen Journalistenschule in München und erwarb dort das Redakteursdiplom. Während seines anschließenden Studiums der Rechtswissenschaften an den Universitäten Passau und München und seiner Referendarzeit arbeitete Wilhelm als freier Journalist unter anderem für den Bayerischen Rundfunk und als Congressional Fellow beim US-Kongress in Washington D.C.

1991 trat Wilhelm in den Staatsdienst ein, zunächst im Bayerischen Innenministerium, später wechselte er in die Bayerische Staatskanzlei. Von 1999 bis Ende 2003 war er Pressesprecher der Bayerischen Staatsregierung und des damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. Anschließend leitete er als Amtschef das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Im November 2005 berief ihn Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Berlin, wo er Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung sowie Regierungssprecher wurde. Zu Beginn von Merkels zweiter Amtszeit kehrte Wilhelm wieder zurück nach München.

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