"Transparent"-Star Jeffrey Tambor übers Video-Streaming: "Amazon hat extrem viel Mut"

 

Golden-Globe-Preisträger Jeffrey Tambor (Foto) spielt in "Transparent" einen Transgender-Dad, der mit 70 Jahren beschließt, künftig "Maura" zu sein. "Das ist die Rolle meines Lebens", sagte der Serienstar in München und bedankte sich für die Chance, die ihm der "Transparent"-Anbieter Amazon Instant Video gegeben hat. Tambor lobte den Mut von Amazon, das sich immer stärker als Macht auf dem schnell wachsenden Markt für Streaming-Inhalte behauptet.

Golden-Globe-Preisträger Jeffrey Tambor spielt in "Transparent" einen Transgender-Dad, der mit 70 Jahren beschließt, künftig "Maura" zu sein. "Das ist die Rolle meines Lebens", sagte der Serienstar in München und bedankte sich für die Chance, die ihm der "Transparent"-Anbieter Amazon Instant Video gegeben hat. "Amazon ist mein neuer bester Freund."

In der zehnteiligen Serie, die aktuell auch in einer deutschen Synchronfassung für Kunden des Amazon Prime-Angebots, das auch eine schnelle Zustellung beinhaltet, verfügbar ist, spielt der "Arrested Development"-Darsteller einen latent exzentrischen Familienvater. Seinen drei erwachsenen Kindern verkündet er erst sehr spät, dass er eigentlich lieber eine Frauenexistenz leben würde und zeigt sich ihnen immer öfter in Wickel-Röcken und mit Westküsten-Hippie-Schmuck.

"Ich spiele, als ob das Leben anderer Leute davon abhängt", sagte Tambor bei einer Vorstellung der deutschen Serienfassung im Münchner Künstlerhaus. Obwohl Tambor in einem sehr liberalen Umfeld aufwuchs, war ihm die Verantwortung seiner Rolle, die in er Transgender-Gemeinde großen Anklang fand, zu jedem Zeitpunkt bewusst.

Umso mehr lobt er den Mut des Versandhändlers, der sich mit Serien-Entwicklungen wie "Bosch" oder eben "Transparent" immer stärker als Macht auf dem schnell wachsenden Markt für Streaming-Inhalte behaupten möchte. "Amazon hat viele Waren", so Tambor. "Aber sie haben auch extrem viel Mut."

Zwei Golden Globes abgestaubt

Dass er von der Hollywood Foreign Press Association für den Golden Globe als bester Serien-Hauptdarsteller ausgewählt wurde, hatte ihn komplett überrascht. "Ich wusste nicht, ob ich auf die Bühne gehen oder mich übergeben sollte", sagte er über den Moment vor seiner Dankesrede, die ihm durchaus politisch geriet. "Ich denke, ich tat beides." Die Serie gewann gleich noch einen zweiten Golden Globe - als "Beste Serie - Komödie/Musical".

Über die bereits beschlossene Fortsetzung von "Transparent" - Drehbarbeiten sollen im Juni beginnen - freut er sich naturgemäß sehr. "Darauf können Sie Gift nehmen", sagte er zur Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes in München. "Ich gehe nicht mehr weg."

Jay Marine: "Sehr zufrieden mit der Entwicklung in Deutschland"

Die Unterstützung eines wichtigen Mannes hat Jeffrey Tambor ohnehin sicher: Jay Marine, Vice President Amazon Instant Video Europa, bestätigte im Gespräch mit kress.de den Erfolg der Fiktion-Offensive seines Hauses. "Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung in Deutschland", so Marine.

Den Erfolg von Eigenproduktionen, unter denen eben auch durchaus sperrige, anspruchsvolle Stoffe sind wie "Transparent", führt er auf die komplett andere Arbeitsweise der Amazon-Produzenten zurück. "Wir beginnen mit den Kunden und arbeiten uns von ihnen aus rückwärts", sagte er. Tatsächlich lässt Amazon viel Nutzer-Feedback in die Serien-Aufträge einfließen. Teilweise entschieden die Kunden darüber, ob Piloten weiterentwickelt werden oder nicht.

Zuschauer-Beteiligung statt Hinterzimmer-Geschacher

"'Transparent'" hätte es nie ins traditionelle Fernsehen geschafft", sagte Jay Marine stolz. Normalerweise entscheiden Produzenten hinter verschlossenen Türen und eben nicht "transparent" darüber, ob Stoffe weiterentwickelt werden. "Wir machen unsere Produktionen für unsere Kunden", so der Amazon-Europa-Delegierte.

Seine Bühne in München nutzte er für Eigen-PR und eine klare Ansage an Mitbewerber vom Schlage Netflix & Co. Als Streaming Service sieht er sich laut aktueller Goldmedia-Studie bereits als führend in Deutschland. Und nun kommen weitere Inhalte. "Man kann sich auf neue Serien aus dem Hause Amazon einstellen."

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