Südwestdeutsche Medienholding: Personalchef Ulrich Bensel geht

16.04.2015
 

Ulrich Bensel, der Personalchef der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH), verlässt das Unternehmen. Dies berichtet "Kontext:Wochenzeitung". Von 2008 bis 2011 wirkte Bensel zunächst als Personalleiter bei der Medienholding Süd GmbH, ab 2011 leitete er den Konzernbereich Personal bei der Südwestdeutsche Medienholding.

Ulrich Bensel, der Personalchef der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH), verlässt das Unternehmen. Dies berichtet "Kontext:Wochenzeitung". Bensel war seit 2008 im Stuttgarter Pressehaus. 

Zuletzt hat er bei den Münchner Medientagen im Oktober 2014 von sich reden gemacht, als er den Verlagen vorwarf, sie hätten ihre Beschäftigten "in den letzten 50 Jahren blöd gehalten". Inzwischen sei es schwierig, junge Digitale für das Unternehmen zu gewinnen, womit die Verlage Gefahr liefen, "gegen die Wand" zu fahren, sollten sie nicht attraktiver werden.

Der Jurist Ulrich Bensel arbeitete bereits während seiner Studienzeit als freier Lokalredakteur der Mainzer "Rhein-Zeitung". Danach stieg er in die Verlagsbranche ein: Von 2001 bis 2004 war er Personalreferent bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", 2004 bis 2006 Senior Personalreferent und ab 2006 bis 2008 Personalleiter bei Springer Science+Business Media. 

Von 2008 bis 2011 wirkte er zunächst als Personalleiter bei der Medienholding Süd GmbH, ab 2011 leitete er den Konzernbereich Personal bei der Südwestdeutsche Medienholding GmbH.

SWMH-Stühlerücken

Bei der SWMH gab es zuletzt weitere personelle Veränderungen, über die kress.de exklusiv berichtet hatte. So verlassen Detlef Haaks, Geschäftsführer der Süddeutscher Verlag GmbH und der Süddeutsche Zeitung GmbH, und Martin Jaschke, Geschäftsführer der Medienholding Süd GmbH (MHS), die Medienholding.

Herbert Dachs, der von der Mediengruppe Pressedruck ("Augsburger Allgemeine", Chefredakteur: Walter Roller) kommt, tritt die die Nachfolge von Martin Jaschke an. Dachs wird die in der Medienholding Süd zusammengefassten Regionaltitel wirtschaftlich verantworten. Dazu zählen "Stuttgarter Zeitung" (Chefredakteur: Joachim Dorfs), "Stuttgarter Nachrichten" sowie "Sonntag Aktuell" (Chefredakteur: Christoph Reisinger) und "Schwarzwälder Bote" (Chefredakteur: Hans-Peter Schreijäg).

Stefan Hilscher übernimmt von Detlef Haaks die Verantwortung im Süddeutschen Verlag. Seit Juli 2012 führt der gebürtige Lübecker Hilscher den Berliner Verlag, der zur Mediengruppe M. DuMont Schauberg und zum Heinen-Verlag gehört.

Die Südwestdeutsche Medienholding mit Sitz in Stuttgart gehört mit rund 7.000 Mitarbeitern in 130 Gesellschaften und an mehr als 30 Standorten zu den größten Mediengruppen Deutschlands. Sie ist auch in der Schweiz, Österreich, Polen, Ungarn und Tschechien aktiv. Zum Unternehmen zählen auch verschiedene Fachverlage wie "Werben und Verkaufen", oder "Verlag Moderne Industrie" sowie Anzeigenblätter, Radiosender und eine Fernsehproduktionsgesellschaft. Hauptgesellschafter ist die Ludwigshafener Medien-Union von Verlegerfamilie Schaub sowie die Gruppe Württembergischer Verleger, dessen größter Anteilseigner Eberhard Ebner ist, Verleger der "Südwest-Presse" (Chefredakteur: Ulrich Becker).

Vorsitzender der Geschäftsführung ist Richard Rebmann. Der promovierte Jurist übernahm 2008 die Geschäfte bei der SWMH, davor war er Verleger vom "Schwarzwälder Boten". Ihm zur Seite steht seit 2012 Alexander Pasch. Pasch kam 2012 zur Südwestdeutschen Medienholding, davor war er in leitenden Funktionen innerhalb des Pharmahandelskonzerns Celesio tätig.

Wie aus dem Konzernabschluss 2013 hervorgeht, hat die Zeitungskrise die Südwestdeutsche Medienholding massiv getroffen. Die Gesellschaft machte Verluste in Höhe von 71,4 Millionen Euro.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.