kressreport-Analyse: Wie Sky aus der Krise kam

 

Premiere war jahrelang das Sorgenkind der deutschen Medienlandschaft. Heute meldet das Nachfolge-Unternehmen Sky steigende Kundenzahlen und sinkende Kündigungsquoten. Wie kommt es zu diesem unerwarteten Siegeszug des Pay-TV? Was können andere Medienhäuser mit digitalen Abo-Modellen lernen? Der aktuelle kressreport (ET: 17. April) liefert Antworten darauf.

Premiere war jahrelang das Sorgenkind der deutschen Medienlandschaft. Heute meldet das Nachfolge-Unternehmen Sky steigende Kundenzahlen und sinkende Kündigungsquoten. Wie kommt es zu diesem unerwarteten Siegeszug des Pay-TV? Was können andere Medienhäuser mit digitalen Abo-Modellen lernen? Der aktuelle kressreport (ET: 17. April) liefert Antworten darauf.

Mit mehr als 4,1 Mio Abonnenten in Deutschland und Österreich ist Sky mittlerweile in so vielen Wohnzimmern angekommen wie nie zuvor. Und nur wenige Kunden sparen sich die Abogebühren und kündigen: eine Quote von 8,2 % ist Positivrekord für das Unternehmen und ein klares Zeichen, dass viele Zuschauer das Angebot schätzen. Als "sensationell niedrig" bezeichnet Digitalmedien-Analyst Klaus Goldhammer die Quote. Der Geschäftsführer der Goldmedia Strategy Consulting sagt: "In Deutschland gibt es eine zunehmende Zahlungsbereitschaft für Inhalte. Tausende leisten sich etwa ein Spotify-Abo, weil es günstig und schlicht bequemer ist, als in illegalen Tauschbörsen zu suchen."

Start-up mit 2.500 Mitarbeitern

Sky wirkt heute agiler und innovativer als je zuvor. Der scheidende Chef, Brian Sullivan, der im Juni von Carsten Schmidt abgelöst wird, hat das 2.500-Mitarbeiter-Unternehmen grundlegend umgebaut und eine Kultur des Experimentierens ins Haus gebracht: "Brian Sullivan hat Sky lange Zeit wie ein Startup-Unternehmen geführt", sagt Ralph Fürther, Senior Vice President Consumer Communications, über den Amerikaner.

Ein wichtiges Resultat dieser Mentalität: viele Produktinnovationen. Kunden können Sky-Angebote heute linear oder on demand schauen, stationär oder mobil nutzen. Hinzu kommen Zukauf-Optionen wie Sky Select und die eigene Video-on-Demand Plattform Snap, die mit Billig-Preisen Kunden zur Marke lockt. Der kressreport visualisiert alle Produktinnovationen und stellt das Multichannel-Modell vor.

Emotionale Bindung durch Service aufbauen

Ein zentraler Baustein der Sky-Strategie ist der Kundenservice. Erik Schneider, Vice President Customer Service, gewährt Einblicke in das Geschäft mit Konsumenten-Erwartungen. Sky investiert massiv, um im direkten Kontakt mit dem Kunden zu überzeugen. Rund 1.000 eigene, inhouse ausgebildete Mitarbeiter plus zusätzliche Kräfte von Dienstleistern stehen telefonisch, online und per Post zur Verfügung. „Wir wollen ein Serviceerlebnis schaffen, das der Kunde nicht erwartet, und so Glaubwürdigkeit vermitteln und eine emotionale Bindung zum Kunden aufbauen“, sagt Schneider. Im kressreport erzählt er detailliert, wie dies gelingen soll.

Abonnenten lesen die Analyse des erfolgreichen Pay-Modells in der kressreport-Ausgabe 07.15, die am 17. April erscheint. Zu Wort kommen darin auch Sky-Sales-Mann Thomas Menneking sowie die hauseigene Kampagnen-Spezialistin Esther Henze.

Ihre Kommentare
Kopf
Ralf E. Hansen

Ralf E. Hansen

Medienconsulter
Consulter Medien & Entertainment

17.04.2015
!

zum Studium empfohlen, vor allen Dingen denjenigen, die ein Jahrzehnt posaunt haben, PayTV wird sich in dieser Republik nie rechnen. Das Versagen der öffentlich rechtlichen Anstalten wird immer private Sender stärker machen. Und die Sender mit dem Motto "Der Kunde ist König" werden verdient abräumen.....


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