Digitales Rubriken-Geschäft: Welche Strategien Lokalverlage derzeit verfolgen

17.04.2015
 
 

Nicht nur Großkonzerne wie die Axel Springer SE bringen sich für das digitale Rubriken-Geschäft in Stellung. Auch lokale Verlage wollen den für Print verloren gegangenen Anzeigenmarkt online zurückerobern. "Durch den aggressiven Vertrieb der neuen Online-Spezialisten ist dieses Geschäft jahrelang an uns vorbeigegangen", sagt Volker Gutgesell (Foto), heute Projektmanager und früher Leiter des Print- und Online-Rubriken-Geschäfts bei der Mediengruppe Oberfranken.

Nicht nur Großkonzerne wie die Axel Springer SE bringen sich für das digitale Rubriken-Geschäft in Stellung. Auch lokale Verlage wollen den für Print verloren gegangenen Anzeigenmarkt online zurückerobern. "Durch den aggressiven Vertrieb der neuen Online-Spezialisten ist dieses Geschäft jahrelang an uns vorbeigegangen", sagt Volker Gutgesell, heute Projektmanager und früher Leiter des Print- und Online-Rubriken-Geschäfts bei der Mediengruppe Oberfranken.

Neben den Digital-Experten haben sich auch Großverlage längst positioniert. Bei Axel Springer setzt man beispielsweise auf Expansion, Integration und Konzentration klar umrissener Marktsegmente, insbesondere Immobilien und Stellenmarkt, um dort eine führende Rolle einzunehmen. Zum Portfolio von Axel Springer Digital Classifieds, einem Joint Venture, an dem der weltweit tätige Wachstumsinvestor General Atlantic noch mit 15 % beteiligt ist, gehören u.a. StepStone, "meinestadt.de" und Immoweb. Auf der jüngsten Hauptversammlung betonte der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner noch einmal die Bedeutung dieses Geschäftsfeldes für den Konzern.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) listet insgesamt 436 Zeitungen auf, die Rubriken-Portale betreiben - außer in den Bereichen Immobilien und Stellenmarkt auch auf den Feldern Automobile, Partnersuche, Trauer, Glückwünsche, Reise und Flohmarkt. Allerdings könnten sich viele Verlage noch wesentlich besser positionieren, um mit ihrem Digital-Engagement höhere Erlöse zu erzielen. "Der Fokus liegt sehr häufig auf Print. Zumindest solange im Print ein vielfacher Umsatz erzielt werden kann", sagt Holger Kansky vom BDZV. Gerade lokale Verlage könnten aber über jene Rubriken, die Leser vor Ort suchten, gutes Geld verdienen.

Welche Wege u.a. die Mediengruppe Oberfranken, die "Augsburger Allgemeine" und die NOZ Medien gehen, warum es so lange gedauert hat, bis ihre Konzepte gereift sind, und wie sich Lokal- und Regionalverlage mit digitalen Rubriken-Märkten in Stellung bringen können, lesen Abonnenten des kressreport exklusiv in der aktuellen Ausgabe, die am 17. April erscheint.

 

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