Unterdurchschnittlicher Start für neues US-Magazin: "Vice Reports" müssen bei RTL II ihr Publikum noch finden

 

Es war vielleicht die wichtigste Entscheidung, die RTL II-Programmchef Tom Zwiessler für dieses Jahr getroffen hatte. Das Debüt von "Die Vice Reports", etwas versteckt auf dem Montag-Sendeplatz um 23:10 Uhr, fanden nur 470.000 Gesamtzuschauer, darunter mit 260.000 Werberelevanten (Marktanteil: 5,4%), weit weniger als der Senderschnitt. Dennoch ist das umstrittene US-Magazin, in dem auch ein Beitrag über IS-Kämpfer zu sehen war, eine Ergänzung, die RTL II gut zu Gesicht steht.

Es war vielleicht die wichtigste Entscheidung, die RTL II-Programmchef Tom Zwiessler für dieses Jahr getroffen hatte. Das Debüt von "Die Vice Reports", etwas versteckt auf dem Montag-Sendeplatz um 23:10 Uhr, fanden nur 470.000 Gesamtzuschauer, darunter mit 260.000 Werberelevanten (Marktanteil: 5,4%), weit weniger als der Senderschnitt. Dennoch ist das umstrittene US-Magazin, in dem auch ein Beitrag über IS-Kämpfer zu sehen war, eine Ergänzung, die RTL II gut zu Gesicht steht.

"Vice Reports" nehmen den Abend-Schwung bei RTL II nicht mit

Damit gelang dem "Vice"-Material zwar kein überragender Start, er dient aber als Ausrufezeichen, dass Senderchef Andreas Bartl es mit seiner Inhalte-Offensive ernst meint. Vom Vorlauf der RTL II-Klassiker am Hauptabend profitierte "Vice" dagegen kaum. Zunächst lief es mit "Traumfrau gesucht" (6,6% bei den 14- bis 49-Jährigen), "Die Reimanns" (7,5%) und "Der Trödeltrupp" (7,3%) deutlich besser. 

"Wer wird Millionär?" siegt doppelt - aber schwächer als bei den Specials

Tagessieger - und das sowohl im Gesamtpublikum (4,91 Mio Zuschauer ab drei Jahren) sowie in der 14-49-Werbezielgrupe (1,61 Mio Jüngere, 16,6%) - wurde eine Standard-Ausgabe von "Wer wird Millionär?". Die kam allerdings nicht an die tollen Ergebnisse der Specials der letzten Wochen heran.

Danach lief bei den Kölnern eine neue Folge von "Der Restauranttester" mit Steffen Henssler vor 1,36 Mio Werberelevanten (13,1%), weil sich das ursprünglich eingeplante "Team Wallraff" noch mehr Zeit für brisante Recherchen erbeten hatte.

Sat.1 hängt mit "The Mentalist"-Topwert die Pro7-Sitcoms ab

Unter den Verfolgern hängte auf der Abendschiene Sat.1 die ProSieben-Sitcoms ab. Am besten lief's für "The Mentalist" (12,4% - Quotenrekord für dieses Jahr!), ordentlich schnitt "Detective Laura Diamond" (11,7%) ab. 

"TV total" läuft plötzlich wieder recht stark

Bei ProSieben erzielte die 21:40-Uhr-Folge von "The Big Bang Theory" mit 1,16 Mio jüngeren Fans (11,2%) die beste Zielgruppen-Reichweite. "Circus Halligalli" lief erneut vergleichsweise mau (9,3%), dafür holte spät Stefan Raab mit dem fast schon ein wenig in Vergessenheit geratenem Klassiker "TV total" ein sehr vorzeigbares Ergebnis (720.000 Werberelevante, 15,4%!).

Quentin Tarrantino hilft Vox nicht wirklich

Vox krebste mit 6,4% und 5,7% für "Arrow" herum. Die kurzfristig für "Grimm" wiederholte "CSI"-Folge "Grabesstille", die einst von Hollywood-Starregisseur Quentin Tarrantino inszeniert worden war, wollten um 22:10 Uhr auch nur 4,9% der Jüngeren sehen.

Bleibt unter den etwas größeren Privaten kabel eins, wo - bezogen auf den anstehenden neuen Filmstart - der Endzeitfilm "Mad Max - Jenseits der Donnerkuppel" zur besten Sendezeit aus dem Archiv durfte. 5,4% der Werberelevanten interessierten sich dafür, bei "Mad Max" im Anschluss waren es immerhin 7,2%.

ZDF-Montagsfilm deutlich schwächer als sonst

Bei den Öffentlich-Rechtlichen schnitt diesmal der ZDF-Montagsfilm - ein Senioren-Krimi-Drama mit Elmar Wepper - eher schwach ab. Nur 3,64 Mio Gesamtzuschauer wollten "Zwei allein" sehen, darunter gerade mal 450.000 Jüngere (4,5%).

Trotzdem gelang es dem ARD-"Geld-Check" nicht, dem ZDF-Film gefährlich zu werden - zumindest nicht im Gesamtpublikum (1,95 Mio Zuschauer ab drei Jahren, darunter aber 600.000 14- bis 49-Jährige, 6,2%). Die etwas später gesendete Pegida-Doku wollten 4,9% der Jüngeren sehen.

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