Kampf um Amateurvideos geht weiter: Bayerischer Fußball-Verband will Widerspruch einlegen

 

Als Etappensieg für die Zeitungsverlage in Bayern kann die Einstweilige Verfügung des Landgerichts München gegen den Bayerischen Fußball-Verband betrachtet werden. Der BFV will allerdings nicht ruhen - Anwalt Martin Stopper kündigte gleich am Dienstag noch an, Widerspruch einzulegen.

Als Etappensieg für die Zeitungsverlage in Bayern kann die Einstweilige Verfügung des Landgerichts München gegen den Bayerischen Fußball-Verband betrachtet werden. Der BFV will allerdings nicht ruhen - Anwalt Martin Stopper kündigte gleich am Dienstag noch an, Widerspruch einzulegen.

"Wir haben gute Argumente und werden im Rahmen des Verfahrens deutlich machen, dass es nur darum geht, die Rechte der Vereine zu schützen. Wir sind für eine schnelle Klärung und setzen daher auf eine rasche mündliche Verhandlung, damit sich das Gericht dann auch erstmals mit den Argumenten des BFV auseinandersetzen kann. Das hat bis heute noch gar nicht stattgefunden", so Rechtsanwalt Martin Stopper, der den BFV vertritt.

Per Einstweiliger Verfügung hat die 17. Kammer für Handelssachen am Landgericht München die bisherige BFV-Praxis untersagt. Der Verband darf die mit Fußballvereinen der Bayern- und Landesligen für die kommende Saison schriftlich hinterlegten Vertragsbedingungen nicht verwenden. Und: Zeitgleich wird dem Verband verboten, sich bei bereits abgeschlossenen Vereinbarungen mit Vereinen auf diese rechtswidrigen Vertragsbedingungen zu berufen.

Geklagt hatten die Verlage von "Mittelbayerische Zeitung" (Regensburg) (Chefredakteur: Manfred Sauerer; Geschäftsführer: Martin Wunnike, Manfred Sauerer; Herausgeber: Peter Esser); "Nordbayerischer Kurier" Bayreuth (Chefredakteur: Joachim Braun; Verleger und Herausgeber: Wolfgang Ellwanger, Laurent Fischer; Geschäftsführer: Wolfgang Ellwanger, Michael Rümmele), "Main-Post" (Würzburg) (Chefredakteur: Michael Reinhard; Chefredakteur Digitale Medien: Andreas Kemper; Geschäftsführer: David Brandstätter) und die Mediengruppe Oberfranken (Bamberg) (Chefredakteur: Frank Förtsch; Sprecher der Geschäftsführung: Walter Schweinsberg).

"MZ"-Chefredakteur Manfred Sauerer ist zumindest vorerst erleichtert: "Für uns ist die Einstweilige Verfügung durch das Landgericht München ein Schritt in die richtige Richtung. Dem Verband wird ab sofort untersagt, von seinen Bayernliga- und Landesliga-Vereinen die Ausübung des Hausrechts zu verlangen, wenn nicht akkreditierte Videoteams einen Bericht machen wollen. Gleichzeitig darf sich der Verband den Vereinen gegenüber nicht auf von ihm diktierte Richtlinien beziehen und irgendwelche Sanktionen erlassen. Schließlich wollen die Vereine ja gern eine Videoberichterstattung durch Medienhäuser wie dem unseren haben. Wir werden jedenfalls am kommenden Wochenende unsere Teams wieder losschicken und auf die Verfügung verweisen", so Sauerer zu kress.de

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Kress Pro Magazin
2020/#01

Lesen Sie im aktuellen kress pro, dem Magazin für Führungskräfte bei Medien: Madsack-Chef Thomas Düffert sagt, wie er in den kommenden drei Jahren im Zeitungsgeschäft wachsen will. Dazu: Die vier Trends im US-Mediengeschäft -Digitale Abos von Zeitungen und Video-Streaming wachsen, das Werbegeschäft ist stabil.

Inhalt konnte nicht geladen werden.