Stefan-Raab-Buddy wechselt nach Mainz: Steven Gätjen soll die ZDF-Show-Sorgen lindern

 

Seit dem Aus von "Wetten, dass ..?" und der nie richtig gezündeten Unterhaltungsrakete Markus Lanz hat das ZDF ein massives Show-Problem. Auch die "neuen" Entwicklungen, mit denen der Sat.1-Rückkehrer Johannes B. Kerner zuletzt reüssieren sollte, kamen nicht immer gut an. Nun richten sich die Hoffnungen auf den langjährigen "Schlag den Raab"-Moderator Steven Gätjen. Er wechselt von ProSieben zum ZDF und soll dort 2016 Samstagabend-Shows präsentieren.

Seit dem Aus von "Wetten, dass ..?" und der nie richtig gezündeten Unterhaltungsrakete Markus Lanz hat das ZDF ein massives Show-Problem. Auch die "neuen" Entwicklungen, mit denen der Sat.1-Rückkehrer Johannes B. Kerner zuletzt reüssieren sollte, kamen nicht immer gut an. Nun richten sich die Hoffnungen auf den langjährigen "Schlag den Raab"-Moderator Steven Gätjen. Er wechselt von ProSieben zum ZDF und soll dort 2016 Samstagabend-Shows präsentieren.

Die Berufung klingt wie ein erneuter Sargnagel für Jan Böhmermann, der zwar aktuell als ZDFneo-Sendergesicht aufgebaut wird - auch in der Werbung -, aber weiterhin nicht die Samstagabend-Show bekommt, die ihm viele jüngere Zuschauer mit Sicherheit zutrauen würden.

ZDF-Unterhaltungsschef bedient sich mal wieder im Stefan-Raab-Umfeld

Nun soll also Steven Gätjen, der smarte, allerdings auch schon 42-jährige Deutsch-Amerikaner, den ProSieben-Fans auch als ihren "Mann in Hollywood" kennen, auf der Dauerbaustelle von Oliver Heidemann, Unterhaltungschef des ZDF, zum Einsatz kommen. Er soll die Mainzer ab 2016 verstärken und in der Primetime zum Einsatz kommen. 

"Steven Gätjen ist einer der Top-Moderatoren in Deutschland und in vielen unterschiedlichen Genres zu Hause", sagt Oliver Heidemann. "Ich freue mich sehr, dass wir ihn für uns gewinnen konnten. Wir werden mit Steven jetzt bald in die konkrete Formatarbeit gehen und erwarten viele spannende Projekte."

Gätjen pflichtet ihm bei: "Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung beim ZDF, auf eine tolle Zusammenarbeit und die Umsetzung von packenden und abwechslungsreichen Showideen", so der ProSieben-Mann, der noch bis Jahresende unter anderem "Schlag den Raab" moderieren soll. Welche Sendungen an welchen Tagen konkret geplant sind, will das ZDF erst später bekannt geben.

Aus dem Stefan-Raab-Umfeld ist Gätjen nicht der erste prominente Wechsel. Von dort hatte sich das ZDF auch den langjährigen Raab-Sidekick Elton geholt, der bislang in Mainz allerdings vor allem als Kinder-Moderator vor überschaubarem Publikum bei "1,2 oder 3" zum Einsatz kommt - und die ProSieben-Welt nie ganz verlassen hat.

Ex-RTL-Mann Christian Rach wurde beim ZDF noch nicht richtig heimisch

Von RTL hatte sich die ZDF-Unterhaltung im vergangenen Jahr Christian Rach, den dortigen langjährigen "Restaurant"-Tester geholt. Seine bisherigen Mainzer Gehversuche - etwa mit der Ernährungsshow "Rach tischt auf" (Februar 2014) - wirkten verstolpert und quotenschwach. Nun bekommt er beim ZDF mit "Rach und die Restaurantgründer" eine zweite Chance. Die am 26. Mai startende Reihe wirkt allerdings weniger wie eine Eigenentwicklung, sondern dürfte dem RTL-Vorbild "Rach - der Restauranttester" doch sehr ähneln.

Der neue Kerner-Showerfolg lässt noch auf sich warten

Johannes B. Kerner hatte im vergangenen Jahr mit der ZDF-Showreihe "Deutschlands Beste!" im vergangenen Sommer zunächst vorzeigbare Quotenerfolge. Dann wurde der Skandal um manipulierte ZDF-Rankings bei der Sendung publik - und sie flog hochkant aus dem Programm. Später nahm auch der damalige Unterhaltungschef Oliver Fuchs seinen Hut und wechselte zur Bavaria in München

Die jüngsten Kerner-Shows "Das Spiel beginnt" (mit Emma Schweiger), "Das große Schlüpfen" und "1000 - Wer ist die Nummer 1?" wurden von vielen Kritikern belächelt. Die letztere beiden Shows waren auch keine großen Publikumserfolge.

Im ZDF-Umfeld dürfte Katrin Bauerfeind (unter anderem "Bauernfeind" bei 3sat), die unverdrossen als großes Talent gehandelt, wird weiterhin auf einen größeren Einsatz warten.

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