Landgericht hebt Verlags-EV auf: Streit um Amateurfußballvideos geht in nächste Instanz

12.06.2015
 

Das Landgericht München I hat im Streit um Videoberichte vom Amateur-Fußball dem Widerspruch des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) stattgegeben und eine einstweilige Verfügung des Verlags der "Mittelbayerischen Zeitung" aufgehoben.

Das Landgericht München I hat im Streit um Videoberichte vom Amateur-Fußball dem Widerspruch des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) stattgegeben und eine einstweilige Verfügung des Verlags der "Mittelbayerischen Zeitung" aufgehoben. Dabei ging es um einzelne, die Akkreditierungsrichtlinien für Medien betreffende Passagen der Zulassungsunterlagen (Saison 2015/16) für die Bayern- und Landesliga.

Nächste Instanz: OLG

Die "Mittelbayerische Zeitung" (Regensburg; Chefredakteur: Manfred Sauerer; Geschäftsführer: Martin Wunnike, Manfred Sauerer; Herausgeber: Peter Esser); die "Main-Post" (Würzburg; Chefredakteur: Michael Reinhard; Chefredakteur Digitale Medien: Andreas Kemper; Geschäftsführer: David Brandstätter)), die Mediengruppe Oberfranken (Bamberg; Chefredakteur: Frank Förtsch; Sprecher der Geschäftsführung: Walter Schweinsberg) und der "Nordbayerische Kurier" (Bayreuth; Chefredakteur: Joachim Braun; Verleger und Herausgeber: Wolfgang Ellwanger, Laurent Fischer; Geschäftsführer: Wolfgang Ellwanger, Michael Rümmele) wollen nun  in die nächste Instanz vors Oberlandesgericht gehen. Sie werfen dem BFV vor, seine Monopolstellung auszunutzen und die Gemeinnützigkeit zu missachten.

BFV: "Wir sind nach wie vor kooperationsbereit"

Rechtsanwalt Dr. Martin Stopper, der den Bayerischen Fußball-Verband vertritt, erklärte: "Der BFV hat sich in diesem Verfahren nun erstmals zur Sache äußern können. Unsere guten Argumente haben die Richter veranlasst, die Verfügung aufzuheben. Das ist eine gute Nachricht für die Vereine und den BFV, da jetzt erst einmal die Verunsicherung zu diesem Thema beseitigt werden konnte." BFV-Geschäftsführer Jürgen Igelspacher betonte nach der mündlichen Verhandlung: "Selbstverständlich sind wir nach wie vor kooperationsbereit und bieten den Verlagen eine Zusammenarbeit an."

Hintergrund: Bei dem Konflikt zwischen Zeitungsverlagen und dem BFV geht es um die Richtlinien zur Videoberichterstattung in den Bayern- und Landesligen für die kommende Spielzeit 2015/2016. Demnach wird den Vereinen auferlegt, Kamerateams nicht zu akkreditieren, sofern diese nicht 500 Euro Lizenzgebühren pro Video an den BFV zahlen oder ihr Material kostenlos der Verbandsplattform bfv.tv zur Verfügung stellen.

Ihre Kommentare
Kopf
Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Inhalt konnte nicht geladen werden.