Chefredakteur und Co-Geschäftsführer: Dominik Wichmann geht zu Hubert Burda Media

 

Seit Jahren bringt Hubert Burdas Top-Managerin Steffi Czerny bei der von ihr erfundenen DLD Konferenz die digitale Elite in München zusammen. Jetzt holt sie sich Verstärkung, und zwar ein echtes journalistisches Schwergewicht: Nach KRESS-infos wird Dominik Wichmann Chefredakteur und Co-Geschäftsführer bei DLD.

Seit Jahren bringt Hubert Burdas Top-Managerin Steffi Czerny bei der von ihr erfundenen DLD Konferenz die digitale Elite in München zusammen. Jetzt holt sie sich Verstärkung, und zwar ein echtes journalistisches Schwergewicht: Nach KRESS-infos wird Dominik Wichmann Chefredakteur und Co-Geschäftsführer bei DLD.

DLD soll journalistisch punkten

Nach unseren Informationen gibt es eine klare Vorgabe für Dominik Wichmann - er soll DLD als echte Medienmarke ausbauen, die nicht nur jedes Jahr Entscheider aus aller Welt wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg oder Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer versammelt, sondern auch journalistisch die digitalen Themen aufbereitet, einordnet und gewichtet. Zielgruppe soll ein internationales Publikum sein, das sich mit dem Wandel der Gesellschaft beschäftigt.

Rückkehr in die Heimat

Für Wichmann ist es dann auch eine berufliche Rückkehr in seine Heimatstadt München. Der preisgekrönte Journalist, unter anderem ausgezeichnet mit dem Axel-Springer-Preis für junge Journalisten oder dem Arthur-F.-Burns-Preis, führte von Juni 2000 bis April 2011 das Magazin der "Süddeutschen Zeitung". Danach wechselte er nach Hamburg zum "Stern", übernahm 2013 die Chefredaktion, um dann 2014 in einer Art von seiner Kündigung zu erfahren, die selbst die tyrannischsten Redaktionsleiter der 1990er Jahre nicht verdient hätten.

Wichmann ist seit Jahren Gast bei der DLD-Konferenz, immer wieder darf er Hubert Burda zu seiner Sicht der Dinge auf die Welt der "Lousy Pennies" interviewen. "Als langjähriger Teilnehmer am DLD kenne ich Steffi Cherny seit vielen Jahren und bewundere ihre Arbeit sehr", gesteht er gegenüber KRESS. Und fügt hinzu: "Umso mehr freue ich mich - nun mit ihr gemeinsam, Seite an Seite - die Marke weiter zu internationalisieren." Für Steffi Czerny, ohne die DLD niemals diese Größe erreicht hätte, ist Wichmann die Idealbesetzung. Sie hatte DLD 2005 gemeinsam mit Marcel Reichart gegründet, der im Sommer 2012 dem Ruf Bertelsmanns nach Gütersloh folgte. Czerny jetzt zu KRESS: "Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Dominik Wichmann und auf unsere gemeinsamen Herausforderungen".

Wichmann, Quoos, Büchner

Mit dem Wechsel von Dominik Wichmann zu Hubert Burda Media sind alle drei Chefredakteure der großen deutschen Magazine, die die Führung ihrer Blätter 2013 übernahmen, wieder in Lohn und Brot. Jörg Quoos, bis 2014 Chefredakteur von "Focus", verantwortet die Zentralredaktion der Funke Mediengruppe in Berlin. Wolfgang Büchner, bis Dezember 2014 Chefredakteur vom "Spiegel", verantwortet ab dem 1. Juli die Schweizer Blick-Gruppe vom Ringier-Verlag.

Konferenzen für Verlage immer wichtiger

Der Bereich Event/Konferenzen nimmt in Verlagen eine immer wichtigere Rolle ein. So betonte Christoph Reisinger, Chefredakteur der "Stuttgarter Nachrichten", im KRESS-Gespräch, dass seine Zeitung in Zukunft wesentlich mehr Veranstaltungen organisieren werde. Axel Springer hat in der vergangenen Woche vorgemacht, wie sich auch noch stärker Präsenz im Bereich Veranstaltungen und Digitalindustrie umsetzen lässt - zur Noah Conference, groß geworden in London, kamen über 2250 Teilnehmer und 120 Redner nach Berlin, unter anderem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Google-Aufsichtsrat Eric Schmidt.

Ihre Kommentare
Kopf

AKS

17.06.2015
!

Gehört es heute nicht mehr zu den Grundlagen guter journalistischer Berichterstattung, dass man - zumindest so wenig geläufige - Abkürzungen wie DLD einmal im Text ausschreibt...?


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