ARD/ZDF zur Olympia-Rechtevergabe an Discovery: "Wir hatten ein angemessenes Angebot abgegeben"

29.06.2015
 

Überraschende Entscheidung. Das Internationale Olympische Komitee hat die Rechte für die Live-Übertragungen der Olympischen Spiele von 2018 bis 2024 an die Sender Discovery und Eurosport vergeben. ARD und ZDF, die bislang übertragen hatten, teilten am Montag mit, ein angemessenes Angebot abgegeben zu haben.

Überraschende Entscheidung. Das Internationale Olympische Komitee hat die Rechte für die Live-Übertragungen der Olympischen Spiele von 2018 bis 2024 an die Sender Discovery und Eurosport vergeben. ARD und ZDF, die bislang übertragen hatten, teilten am Montag mit, ein angemessenes Angebot abgegeben zu haben. Man nehme die Entscheidung "zur Kenntnis" und habe Fragen an das IOC.

"ARD und ZDF sind langjährige Partner des IOC und berichten nicht nur bei den Olympischen Spielen, sondern auch in den Jahren zwischen den Spielen kontinuierlich über olympische Sportarten. Damit tragen ARD und ZDF in wesentlichem Maße zur Popularisierung der olympischen Sportarten bei", heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der öffentlich-rechtlichen Sender. 

ARD & ZDF: Noch Fragen an das IOC

Aus der Pressemitteilung des IOC gehe nicht hervor, was die Rechtevergabe an die beiden internationalen, auch in Deutschland verbreiteten Sender (Discovery und Eurosport) für den deutschen Fernsehmarkt bedeute, so ARD und ZDF. "Hieraus ergeben sich Fragen an das IOC und den DOSB (Deutschen Olympischen Sportbund)."

1,3 Mrd Euro für Rechtepaket - Discovery kündigt Sublizensierungen an

Discovery erwarb die auf 1,3 Mrd Euro geschätzten Exklusivrechte für alle Plattformen, einschließlich Free-TV, Abo/Pay-TV, Internet und mobile Endgeräte, in allen Sprachen in 50 Ländern und Gebieten auf dem europäischen Kontinent. In Übereinstimmung mit den Anforderungen des IOC und der lokalen Märkte hat sich Discovery verpflichtet, die Olympischen Sommerspiele mindestens 200 Stunden und die Olympischen Winterspiele mindestens 100 Stunden lang während des Zeitraums der jeweiligen Spiele im frei empfangbaren Fernsehen zu übertragen. Darüber hinaus wird Discovery einen Teil der Rechte in vielen europäischen Märkten sublizenzieren.

"Mit durchschnittlich 10 Sendern pro Markt und den führenden Online- und OTT-Sportangeboten werden Discovery und Eurosport für eine größere Reichweite sorgen, auf mehr Bildschirmen als je zuvor – über 700 Millionen Zuschauer in ganz Europa werden die Spiele sehen können", heißt es in einer Mitteilung. Weiter kündigt das IOC an, dass die Berichterstattung von Discovery und Eurosport durch eine breite Free-TV-Abdeckung und innovative Partnerschaften mit Rundfunkanstalten und Distributoren ergänzt werde. 

Die Vereinbarung umfasst die XXIII. Olympischen Winterspiele in Pyeongchang 2018, die XXXII. Olympischen Sommerspiele in Tokio 2020 sowie die Olympischen Spiele 2022 und 2024, deren Austragungsorte noch nicht feststehen.

IOC-Präsident Bach: "Garantie einer umfangreichen Free-TV-Berichterstattung in allen Märkten" 

IOC-Präsident Thomas Bach betonte: "Zwischen Discovery und dem IOC wurde ein wichtiger Vertrag geschlossen, und wir freuen uns, dass Eurosport der neue Partner des olympischen Sports ist. Diese Vereinbarung sorgt für eine umfassende Berichterstattung über die Olympischen Spiele in ganz Europa, und dazu gehört die Discovery und Eurosport hätten sich zudem verpflichtet, gemeinsam mit dem IOC einen neuen Olympia-Kanal für den europäischen Raum zu entwickeln. Bah weiter: "Vor allem aber sorgt diese Vereinbarung dafür, dass Sportbegeisterte in ganz Europa in der Lage sein werden, eine hervorragende Reichweite der Übertragungen der Olympischen Spiele und des olympischen Sports zu genießen, sowohl während der Spiele als auch in den Monaten davor und danach. Und das Ganze auf der Plattform ihrer Wahl."

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