ProRecherche-Lehrredaktion: Neue Initiative will Recherche-Methoden vermitteln

 

Ein "evidentes und eklatantes Defizit in der Recherche" hat Thomas Schuler in deutschen Redaktionen ausgemacht. Das will der Journalist, Autor von Büchern wie "Die Mohns", ändern. Gemeinsam mit Meinrad Heck und anderen Mitstreitern hat Schuler "ProRecherche - Journalismus verpflichtet" ins Leben gerufen.

Ein "evidentes und eklatantes Defizit in der Recherche" hat Thomas Schuler in deutschen Redaktionen ausgemacht. Das will der Journalist, Autor von Büchern wie "Die Mohns", ändern. Gemeinsam mit Meinrad Heck und anderen Mitstreitern hat Schuler "ProRecherche - Journalismus verpflichtet" ins Leben gerufen. Wie Schuler und Co. Investigative Recherche fördern wollen.

Schwierigkeiten bei der Investigativ-Recherche

An exzellenten Autoren, so Schuler zu kress, würde es in den Redaktionen nicht mangeln. Vielmehr habe er in den vergangenen Jahren bei Seminaren immer wieder festgestellt, wie schwierig es für viele Journalisten sei, investigativ zu recherchieren. Das soll sich ändern. In einer Lehrredaktion will Schuler gemeinsam mit seinen Mitstreitern nicht nur dem Journalisten-Nachwuchs zeigen, wie sie richtig in Themen eintauchen und Informationen zu Tage fördern.

Gemeinsam mit Thomas Schuler und Meinrad Heck gehören beratend zum Gründungsteam Mark Lee Hunter, Doris Metz, Wolfgang Messner, Maria J. Birkmeir und Valentin Thurn.

Erstes Seminarthema: "Geheimgeschäfte mit Cross Border Leasing - Den Schleier lüften"

Kernstück der ProRecherche-Lehrredaktion sind dabei immer die mehrtägigen Seminare. Dabei sollen die Teilnehmer die wichtigsten Recherche-Techniken kennenlernen, zum Beispiel, wie sie Quellen erschließen, Informanten befragen und auch Leute zum Reden bringen, die nicht reden wollen. Das erste Seminar (Thema: "Geheimgeschäfte mit Cross Border Leasing - Den Schleier lüften") soll im November in Berlin in den Räumen von Netzwerk Recherche stattfinden. Schuler wird gemeinsam mit Wolfgang Messner das Konzept der Lehrredaktion an diesem Wochenende bei der NR-Jahrestagung in Hamburg präsentieren. Unterstützung bekommen Schuler und Co. vom gemeinnützige Recherchenbüro Correctiv, über deren Plattform auch eine erste Crowdfunding-Aktion stattfinden soll.

Die neue Recherche-Initiative soll sich auf der einen Seite von Beiträgen der Teilnehmer für die Seminare, die niedrig angesetzt werden, und Spenden tragen. Ziel, so Schuler zu kress, sei es, dass die Lehrredaktion ProRecherche vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt wird, um auch Spendenquittungen ausstellen zu können.

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