Henri-Nannen-Preis wird 2016 wieder verliehen: Lob für Julia Jäkel von Stephanie Nannen

 

Als Signal, dass sich Gruner + Jahr seiner starken Wurzeln bewusst ist, bezeichnet Stephanie Nannen die Entscheidung des Hamburger Großverlages, 2016 erneut den Henri-Nannen-Preis auszuloben.

Als Signal, dass sich Gruner + Jahr seiner starken Wurzeln bewusst ist, bezeichnet Stephanie Nannen die Entscheidung des Hamburger Großverlages, 2016 erneut den Henri-Nannen-Preis auszuloben. Gegenüber JournalistenPreise.de fand Nannen vor allem für G+J-Chefin Julia Jäkel anerkennende Worte.

Es war Henri Nannen, Gründer vom "Stern", persönlich, der 1977 den Egon-Erwin-Kisch-Preis ins Leben rief. Sein klares Ziel - die journalistische Qualität von Reportagen in den deutschsprachigen Medien fördern. 2005 ging der Egon-Erwin-Kisch-Preis dann im Henri-Nannen-Preis auf, den Gruner+Jahr und der "Stern" gemeinsam als Wettbewerb für die besten Journalisten des Landes veranstalteten.

Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre gehörten beispielsweise Özlem Gezer vom "Spiegel", Wolfgang Uchatius von der "Zeit", Wolfgang Kaes vom "General-Anzeiger" Bonn, die "Bild"-Reporter Nikolaus Harbusch und Martin Heidemanns, Yang Yankang von "Geo" oder Klaus Brinkbäumer (heute Chefredakteur "Spiegel") und Henning Sußebach von der "Zeit", die sich den Preis für die beste Reportage 2007 sogar teilten.

Nachdem Gruner + Jahr den Henri-Nannen-Preis 2015 nicht verleihen wollte, weil der Großverlag in Zeiten von Entlassungen keine mit insgesamt 35.000 Euro dotierten Preise vergeben wollte, werden die Henris im kommenden Jahr erneut verliehen. "Der Preis wird derzeit in der Präsentation und inhaltlich weiterentwickelt. Das Konzept wird im Laufe des Oktober vorgestellt", erklärt Gruner+Jahr-Kommunikationschef Frank Thomson in einer offiziellen Erklärung.

"Julia Jäkel hat Wort gehalten"

Stephanie Nannen ist die Enkelin von Henri Nannen. Im vergangenen Jahr hatte sie G+J wegen der Aussetzung der Preisvergabe getadelt. Jetzt freut sich Nannen über die Entscheidung, den Preis im kommenden Jahr wieder in Hamburg zu verleihen. Gegenüber JournalistenPreise.de erklärt sie: "Diese Nachricht ist ein Signal dafür, dass Gruner + Jahr sich seiner starken Wurzeln bewusst ist. Ich nehme sie als ein Zeichen der Hinwendung zu gutem Journalismus, zur Reportage und zu aufklärerischer Haltung. Vor allem aber ist sie ein Bekenntnis zu den Reportern, die ihren Beruf unbeirrt und voller Leidenschaft ausüben." Und Nannen, die als Autorin in Hamburg arbeitet, findet positive Worte für die Unternehmenschefin: "Ich bin sehr froh darüber, dass Julia Jäkel Wort gehalten hat und nicht von Henri Nannen und dem Preis abrückt."

JournalistenPreise.de ist das Portal für preisgekrönten Journalismus. Es erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Aktuell sind dort über 644 Journalistenpreise und über 12.470 Gewinner verzeichnet.

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