Ranking auf kressbeta: Tilo Jung ist die stärkste Marke unter den Journalisten

28.07.2015
 
 

Vor einer Woche fragte die kressbeta-Redaktion die Nutzer mithilfe des neuen Tools kressbeta, welche Journalisten starke Marken sind. Lange sah es so aus, als würde Richard Gutjahr das Rennen machen. Bis Kai Diekmann, Jan Böhmermann und Tilo Jung aufholten. Diese kress Challenge geht an Tilo Jung.

Vor einer Woche fragte die kressbeta-Redaktion die Nutzer mithilfe des neuen Tools kressbeta, welche Journalisten starke Marken sind. Lange sah es so aus, als würde Richard Gutjahr das Rennen machen. Bis Kai Diekmann, Jan Böhmermann und Tilo Jung aufholten. Zudem wurden Hans Sarpei, Martin Sonneborn oder auch Lorenz Meyer von der Community vorgeschlagen und in die Top 10 gevotet. Diese kress Challenge geht jedoch an Tilo Jung.

Top 10 der stärksten Journalistenmarken

(Stand: 28. Juli 2015 um 11 Uhr)

  1. Tilo Jung (wegen Mehrfachnennungen insg. 486 Upvotes)
  2.  Richard Gutjahr (347 Upvotes)
  3.  Jan Böhmermann (312 Upvotes
  4.  Hans Sarpei (286 Upvotes)
  5.   Martin Sonneborn (255 Upvotes)
  6.  Ken Jebsen (insg. 251 Votes)
  7.  Lorenz Meyer (227 Upvotes)
  8.   Sascha Pallenberg (213 Upvotes)
  9.   Kai Diekmann (insg. 185 Upvotes)
  10.   Klaus von Wagner (161 Upvotes)

Mit elf Vorschlägen aus der Redaktion startete die Liste, die von der kress-Community fleißig um weitere Kandidaten ergänzt wurde. Mittlerweile gibt es zu der Frage nach starken Journalistenmarken mehr als 100 Namen. Um als eine der stärksten Marken aus dem Ranking hervorzustechen, riefen einige Kandidaten selbst bei Facebook, Twitter & Co. Freunde, Fans und Follower zur Abstimmung auf.  Die Liste ist weiterhin für Vorschläge und Votes offen, aber nicht mehr als Frage der Woche gelistet.

"Ziel war, Kai Diekmann zu schlagen"

Dass Tilo Jung auf Platz 1 gelandet ist, tut er selbst als Nebeneffekt ab. "Mein Ziel war es, Kai Diekmann zu schlagen", sagt er gegenüber dem kressreport. Am Wochenende hatte er über Twitter zur Abstimmung aufgerufen – allerdings nicht für sich selbst, sondern für andere Kandidaten. Denn Jung sieht sich persönlich nicht als Marke, sondern vielmehr seine Web-TV-Sendung "Jung & Naiv".  "Ob ich als Marke persönlich bekannt werde, ist mir egal. Wichtig ist mir viel eher, dass 'Jung & Naiv', also unsere Arbeit bei den Menschen hängen bleibt." Hätte er den Spitzenkandidaten bestimmen können, wäre Richard Gutjahr als stärkste Marke aus dem Ranking hervorgegangen. "Er ist für mich das Aushängeschild für eine Marke im Internet."

"Aufmerksamkeit als neue Währung"

Richard Gutjahr war zu Anfang des Votings lange Zeit auf Platz 1, ehe er von Tilo Jung geschlagen wurde. Gutjahr hatte selbst mehrfach auf Facebook dazu aufgerufen, für sich zu stimmen – mehr aus Spaß am Spielen denn aus Eitelkeit. Allerdings wäre es seiner Meinung nach nicht richtig, die Liste komplett ins Banale abzuschieben. "Die Liste zeigt, dass es neben den etablierten Medienmarken auch neue Player gibt, die nicht zu unterschätzen sind. Die Währung der Zukunft heißt Aufmerksamkeit – und ob jemand ein Blog, eine satirische Comedy-Sendung oder die größte Boulevard-Zeitung leitet, ist für das Publikum am Ende egal." Gutjahr plädiert dafür, sich von Statistiken zu Auflagen und Quoten zu verabschieden. Wichtiger sei es, das Publikum zu aktivieren. "Uns steht eine neue Bezugsgröße bevor, die sich auch für einzelne Namen künftig monetarisieren lassen wird", prophezeit er. 

Die kress Challenge hatte in den sozialen Netzwerken nicht nur zu Diskussionen über die einzelnen Kandidaten geführt, sondern auch zu der Frage, ob Journalisten überhaupt Marken sein bzw. sich als solche promoten sollten. Wie ist Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie uns redaktion(at)kressbeta.de

 

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