kress.de-Interview zur Digital-Kooperation mit Yatego Local: Wie die "Mittelbayerische Zeitung" den Anzeigenmarkt Regensburg neu aufrollen möchte

 

Spannender Testmarkt: Der Internet-Handelspezialist Yatego Local hat ein vollumfängliches Spiegelbild der Unternehmen im Regensburger Internet erstellt - mit über 1000 Geschäftsbetrieben. Bei der Vermarktung des "digitalen Schaufenster" stieg nun ein Großer ein - der Mittelbayerische Verlag, Mutter der "Mittelbayerischen Zeitung". Gemeinsam möchte man den Anzeigenmarkt für die Generation Smartphone öffnen. 

Spannender Testmarkt: Der Internet-Handelspezialist Yatego Local hat ein vollumfängliches Spiegelbild der Unternehmen im Regensburger Internet erstellt - mit über 1000 Geschäftsbetrieben. Bei der Vermarktung des "digitalen Schaufenster" stieg nun ein Großer ein - der Mittelbayerische Verlag, Mutter der "Mittelbayerischen Zeitung". Gemeinsam möchte man den Anzeigenmarkt für die Generation Smartphone öffnen. 

Innerhalb der vergangenen sechs Wochen hatte Yatego Local, ein Münchner Unternehmen das sich als Technologieanbieter für die Erschließung und hochwertige Darstellung einer gesamten Einkaufs- und Lebensregion versteht, den Altstadtbereich digital aufbereitet. So stehen nun im Netz Angebotsflächen, die in der Welt draußen etwa 32.000 Quadratmetern Gewerbeflächen entsprechen - rund 98 Prozent der Regensburger Innenstadt. 

"Unsere Kompetenz ist es, solche Datenmengen zu strukturieren und vor Ort zu validieren. Genau dafür haben wir skalierbare Technologien entwickelt", sagt Ben Rodrian, Geschäftsführer der Yatego GmbH. "Für die Region Regensburg ist der Mittelbayerische Verlag der ideale Medien- und Vertriebspartner, da er die Vermarktung glaubhaft, authentisch und nachhaltig begleitet."

Über eine Händler-App können sich Regensburger Unternehmer im Netz darstellen und Produkte erstellen sowie Angebote promoten. Diese Services können hinzugebucht werden, wenn man über das Digital-Vertriebssystem der "Mittelbayerischen Zeitung" ein Premium Paket bucht. Davon verspricht sich die Zeitung eine Belebung auf dem Anzeigenmarkt.

"Einzelhändler und Dienstleister haben mit wenig Aufwand die Möglichkeit, ihr Geschäft als eigenes digitales Schaufenster zu gestalten und sich im lokalen Umfeld online und mobile zu positionieren", sagt Christina von Frankenberg, Digital Sales Managerin im Mittelbayerischer Verlag. "Außerdem gibt es ein Paket, mit denen Unternehmen durch Printanzeigen in der Mittelbayerischen Zeitung die Reichweite zusätzlich erhöhen können."

Im kress.de-Interview erklärt Michael Kusch, Leiter des Geschäftsbereichs Geschäftskunden beim Mittelbayerischen Verlag, die zukunftsweisende Kooperation etwas näher.

kress.de: Herr Kusch, was spricht aus Sicht Ihres Hauses für die Vermarktungslösung von Yatego Local und wie schwer fiel Ihnen die Entscheidung, sich auf eine Kooperation einzulassen?

Michael Kusch: Es treten vielen Anbieter mit lokalen Digitallösungen an uns heran. Yatego Local ist der richtige Partner, da aus unserer Sicht der strategische Vermarktungsansatz für die Digitalisierung des Handels und Gewerbes für eine Stadt bzw. eine Region in idealer Weise zu unserem Verlagshaus passt.

"Lässt sich hervorragend mit klassischem Anzeigengeschäft verbinden"

kress.de: Welche Erwartungen knüpfen Sie mittelfristig an die Zusammenarbeit?

Michael Kusch: Mit Yatego Local vertreiben wir ein Digitalprodukt, das sich hervorragend mit unserem klassischen Anzeigengeschäft verbinden lässt. Das gibt uns als Verlag die Möglichkeit für unsere Kunden im regionalen Handel und Gewerbe ein attraktiver Partner zu sein.

"Das Geschäftspotenzial ist enorm"

kress.de: Wie groß sind Ihre Hoffnungen, dass Sie neue Kunden aus der Regensburger Geschäftswelt für die Premium-Werbeformen gewinnen können und wie hoch schätzen Sie das Geschäftspotenzial ein?

Michael Kusch: Das Geschäftspotenzial ist enorm, denn es gibt keine etablierte flächendeckende lokale Lösung auf dem Markt. In der Roadmap von Yatego Local sehen wir großes Upselling-Potenzial, da die Technologie den Schritt von der digitalen Präsenz über die Kommunikation bis hin zur Transaktion von stationärem Handel und Gewerbe abbildet.

kress.de: Brauchen kleinere Geschäfte und Unternehmen den entscheidenden Anschub, um sich auf derartigen Plattformen besser zu präsentieren?

Michael Kusch: Händler und Gewerbetreibende haben ganz genau erkannt, dass sie eine digitale Präsenz brauchen, um in der stationären Welt wahrgenommen zu werden. Den meisten fehlen aber die Zeit und das Know-How dazu. Mit Yatego Local haben wir ein Digitalprodukt, mit dem Handel und Gewerbe ohne Einstiegshürden aktiv ihre Angebote platzieren und promoten können.

"Partnerschaftliches Erlösmodell"

kress.de: Nach welchem Schlüssel teilen Sie sich die Erlöse mit Yatego?

Michael Kusch: Wir fahren ein partnerschaftliches Erlösmodell, in dem der Verlag für die Vertriebsaktivitäten und mediale Begleitung und Yatego Local für die Bereitstellung der Tecnologien wie Plattform und App beteiligt werden.

kress.de: Inwieweit könnte das Vermarktungsmodell Vorbild für andere Städte - und andere Verlage - sein?

Michael Kusch: Ich könnte mir gut vorstellen, dass Yatego Local auch für andere regionale Verlage interessanter Partner ist, weil das Konzept die digitale Erschließung einer gesamten Einkaufs- und Lebensregion vorsieht und somit eine hohe Relevanz bei den Endverbrauchern hat. Zum anderen weil Verlagspartner eine schlüsselfertige Technologie an die Hand bekommen, die ein sehr breites Spektrum an Händlern und Gewerbetreibenden mit unterschiedlichsten technischen Kenntnisständen gleichermaßen anspricht.

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