Modemieze.de startet mit Ex-"Bravo Girl" Iris Wöhrle: "Clap"-Macher steigen ins Mode-Geschäft ein

 

Daniel Häuser und Peter "Bulo" Böhling vom Medien-People-Magazin "Clap" aus München testen schon seit längerem Nebenwege neben dem klassischen Journalismus aus. Nun wollen sie journalistisch aufbereiteten Fashion-Plattformen vom Schlage Stylight.de die Krallen zeigen. Ab sofort steigen sie zusammen mit Modemieze.de ins Content-Commerce-Geschäft ein. Oberste Mode-Katze im Mini-Verlag wird dabei die Ex-"Bravo Girl"-Chefredakteurin Iris Wöhrle.

Daniel Häuser und Peter "Bulo" Böhling vom Medien-People-Magazin "Clap" aus München testen schon seit längerem Nebenwege neben dem klassischen Journalismus aus. Nun wollen sie journalistisch aufbereiteten Fashion-Plattformen vom Schlage Stylight.de die Krallen zeigen. Ab sofort steigen sie zusammen mit Modemieze.de ins Content-Commerce-Geschäft ein. Oberste Mode-Katze im Mini-Verlag wird dabei die Ex-"Bravo Girl"-Chefredakteurin Iris Wöhrle.

"500 Shops im Blick"

"Die Zeit ist reif dafür, dass sich Journalisten solcher Themen redaktionell sauber annehmen", sagt "Clap"-Chefredakteur Daniel Häuser, der nun in Doppelfunktion zusammen mit Böhling auch als Modemieze.de-Herausgeber fungiert. Er selbst surft im Netz gerne Angebots-Webseiten an, so entstand die Idee für ein neues Nebenprodukt. Auf der neuen Seite fischt die Redaktion nach preislich und qualitativ attraktiven Mode-Angeboten, die dann redaktionell vorgestellt werden. Ein Link zum Artikel führt dann direkt zu den jeweiligen Anbietern. "Wir haben 500 Shops im Blick", so Häuser.

Hoffen auf den "Wow-Effekt", den man von Reise-Seiten kennt

Vorbild für die Seite mit der Katzen-Pfote (Werbe-Claim: "Krallt Euch die besten Angebote!") waren nicht nur Schnäppchenseiten wie MyDeal oder Schnäppchenfuchs. Bei den Generalisten fände sich zu viel Allerlei, so Häuser. Der Fokus auf Mode soll Modemieze.de besonders machen. Vorbild dabei sind eher Seiten wie die Urlaubspiraten, die sich auf das Vorstellen preissensitiver Reise-Schnäppchen spezialisiert haben. "Wir hoffen auf den 'Wow'-Effekt für bestimmte Mode-Angebote, die es bei den Urlaubspiraten mit der Reise auf die Bahamas auch gibt", so Häuser. "Es liegt eigentlich auf der Hand, dass etwas, was bei Reisen funktioniert, sich auch bei Mode erfolgreich wiederholen kann."

Vormontierte Prosecco-Kübel am Schreibtisch

Bei den reinen Schnäppchenseiten fehlen Häuser und Böhling der journalistische Ansatz, die optische Opulenz - und oft auch das Augenzwinkern. "Auf bestehenden Angebots-Webseiten sind die Fotos meist klein und unscharf", so Häuser. "Sie haben meist auch Mode im Angebot, aber da fehlt oft die fachliche Einordnung." Und für die braucht es einen fachfraulichen Blick: Iris Wöhrle wird in den Räumen des ehemaligen Nipponoodles-Restaurants, das aktuell die Münchner Maxvorstadt verlässt, zusammen mit zwei weiteren Kolleginnen auf die Modemieze-Jagd gehen. Scherzhaft ließ Inhaber Markus von Luttitz aus dem Fundus des Japan-Lokals schon mal Prosecco-Kübel an ihre Schreibtische montieren.

Das "Clap"-Magazin und alle weiteren Tätigkeiten von Häuser/Böhling wird es weiterhin geben. Bei Modemieze.de verstehen sich die Gründer, zu denen auch der Münchner Marken-Experte von Luttitz zählt, als Ermöglicher. Redaktionell werden sie die Hoheit über die Plattform der prominenten Mitstreiterin Wöhrle überlassen. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, weil ich an die Idee glaube und die Seite spannend finde", sagt die ehemalige "Bravo Girl"-Macherin. "Außerdem lässt sich die Arbeit perfekt mit meiner Leidenschaft für Mode verbinden."

Renommierte Mode-Verlag sollen schon neugierig um die Münchner Mieze schleichen

Für die Magazin-Macher Böhling und Häuser ist das Modemieze.de-Projekt erneut ein Versuch, verwandte Geschäftsfelder auszuprobieren. "Was kann man Spannendes machen, was nicht unbedingt im Kern mit Medien zu tun hat", war für Böhling der Anreiz.

Wirtschaftliche Anreize soll das Projekt allerdings auch mit sich bringen. Man hofft auf Affiliate Links, die deutlich höhere Commissions-Margen einbringen, als das beim Reisegeschäft üblich ist. Das Projekt ist dabei eigenfinanziert. "Wir müssen keine Investoren für zwei Jahre zufrieden stellen", so Böhling. Eher würde es die "Clap"-Macher nicht verwundern, wenn deutlich größere Player - etwa weitere Münchner Verlage - schon bald in ähnliche Mode-Ideen investieren.

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