"Gala" verliert Unterhaltungschefin: Kirsten Reineke geht zur "Grazia"

 

Verstärkung aus Hamburg und München gibt es für das wöchentliche Modemagazin "Grazia". Wie kress erfuhr, verstärkt Chefredakteurin Claudia ten Hoevel ihre Redaktion mit gleich zwei Top-Kräften. Und verliert eine echte Macherin -

Verstärkung aus Hamburg und München gibt es für das wöchentliche Modemagazin "Grazia". Wie kress erfuhr, verstärkt Chefredakteurin Claudia ten Hoevel ihre Redaktion mit gleich zwei Top-Kräften. Und verliert eine echte Macherin - Angela Meier-Jakobsen, seit sechs Jahren bei "Grazia", verlässt das Haus auf eigenen Wunsch. Sie will sich um neue Projekte kümmern.

Komplizierter scheint es dagegen bei der Verpflichtung von Kirsten Reineke zu sein: "Grazia" stammt aus dem Mailänder Traditions-Verlag Mondadori und kommt in Deutschland seit Anfang 2010 in Lizenz in einem gemeinsamen Verlag von Gruner und Jahr und der Mediengruppe Klambt heraus. Der Verlag verkauft wöchentlich 152.131 Exemplare (IVW 2/2015). Die Promi-Zeitschrift "Gala" (Verkaufte Auflage: 307.871 Exemplare, IVW 2/2015). erscheint ebenfalls bei Gruner + Jahr - Chefredakteurin Anne Meyer-Minnemann sagte heute morgen bei einer Redaktionskonferenz, bei der Reinekes Wechsel verkündet wurde, dass sie ihr alles Gute für die Zukunft wünsche. 

Kirsten Reineke war vor ihrem Wechsel bei "Bild am Sonntag" (Chefredakteurin: Marion Horn) und "Bunte" (Chefredakteurin: Patricia Riekel). Sie übernimmt spätestens im Frühjahr 2016 den Posten bei "Grazia".

Von "Bunte" wirbt "Grazia"-Chefin Claudia ten Hoevel die stellvertretende Modeleitung Ricarda Landgrebe ab. Ricarda Landgrebe hat Modejournalismus an der AMD in Hamburg studiert. Bei "Grazia" wird die preisgekrönte Journalistin Landgrebe, die zuvor unter anderem stellvertretende Leiterin von Stylebook.de war, Editor-At-Large und Mitglied der Chefredaktion. Ricarda Landgrebe wechselt bereits zum 1. November 2015 zu "Grazia". Landgrebe und Reineke kennen sich übrigens von der Axel Springer Akademie, beide gehörten zum Team 6 (Ausbildungsstart Sommer 2009).

Im Markt der People- und Lifestyle-Zeitschriften können Verantwortliche mit dem richtigen Telefonbuch Auflagen in die Höhe schießen lassen. Kirsten Reinke gilt als äußert kommunikativ und talentiert, für "Gala"-Chefin Meyer-Minnemann wird es nicht einfach, diese Lücke zu füllen. Zumal auch ihr Blatt, das nach dem Willen von Gruner+Jahr zwar mit Burdas "Bunte" konkurrieren soll, aber bei weitem nicht über dessen Redaktionsetat verfügt und dem Willen, auch harte Storys einmal juristisch durchzustehen, längst nicht mehr jede Stelle nachbesetzen darf, wenn jemand die Redaktion verlässt. Wie es aus dem Haus heißt, fehlen seit Bauers Launch von "People" (Chefredakteur: Tom Junkersdorf) 10.000 Leser. Reinekes Position bei "Gala", so eine Sprecherin von Gruner+Jahr zu kress.de, werde "auf jeden Fall" nachbesetzt.

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