Neugründung "Silva": Print-Magazin will den Wald erlebbar machen

 

Ein neues Special-Interest-Magazin will Leser erreichen, die sich für das Thema Wald interessieren. Die Zielgruppe ist auf den ersten Blick gewaltig. "Man ist als Journalist immer auf der Suche nach Marktlücken, und die ist beim Thema Wald sehr groß", so "Silva"-Gründer Daniel Zabota. Er finanzierte sein Magazin nur mit Eigenkapital.

Ein neues Special-Interest-Magazin will Leser erreichen, die sich für das Thema Wald interessieren. Die Zielgruppe ist groß.

Die Liebe der Deutschen zum Wald ist legendär. In keinem anderen Land machte das Waldsterben solche Schlagzeilen. 25 Millionen Menschen wandern, und das vor allem im Wald. Jäger, Mountainbiker, Förster, die Holzwirtschaft – kaum jemand, der sich nicht für das Thema Wald interessiert, sei es aus wirtschaftlichen und sportlichen Gründen, oder einfach aus romantischer Verbundenheit heraus.

Vorbild "Mare"

Die Zielgruppe für ein Magazin, das sich mit dem Thema Wald beschäftigt, ist auf den ersten Blick gewaltig. Das war einer der Gründe, warum Daniel Zabota "Silva" gegründet hat: "Man ist als Journalist immer auf der Suche nach Marktlücken, und die ist beim Thema Wald sehr groß." Vor "Silva" arbeitete Zabota bei der "Pforzheimer Zeitung”"und beim Fachmagazin "Beschaffung aktuell" aus dem Konradin Verlag. Vorbild von "Silva" ist die seit 1997 erscheinende Zeitschrift "Mare". Deutlich wird dies schon beim Namen. "Mare" ist lateinisch für Meer, "Silva" für Wald. Wie "Mare" der Faszination für das Meer ein Forum gibt, will "Silva" dies für den Wald tun. Ende April setzte Zabota seine Idee um und veröffentlichte die erste Ausgabe von "Silva". Nummer drei des dreimonatlich erscheinenden Magazins wird im Dezember herauskommen. Zabota finanzierte sein Magazin nur mit Eigenkapital. "Ich habe 'Silva' verschiedenen Verlagen angeboten, aber denen war die Zielgruppe nicht klar genug." Obwohl das Heft noch rote Zahlen schreibt, ist er mit der Entwicklung von "Silva", das mit einer Auflage von 40.000 Exemplaren erscheint, zufrieden: "Wir sind auf einem guten Weg. Mein Ziel ist eine schwarze Null, und ich hoffe, sie im kommenden März mit der vierten Ausgabe zu erreichen."

Neben dem Verkauf sieht Zabota gute Chancen auf dem Anzeigenmarkt. Zurzeit werden gezielt Branchen wie die Hersteller von Outdoor-Bekleidung oder Geländewagen angesprochen.

Ökologie und Wanderrouten

Auf dem Markt der Publikumszeitschriften sieht Zabota für "Silva" keine Konkurrenz. Anders ist es im Bereich der Fachzeitschriften. Für Förster, Jäger und Wanderer gibt es zahlreiche Fachmagazine wie "Wild und Hund", "Der Waldbesitzer" oder "trekkingMagazin". Doch sie alle beschäftigen sich mit dem Thema Wald vor allem aus einem Blickwinkel. Zabota nähert sich dem Thema Wald indes aus den unterschiedlichsten Richtungen. Ein Artikel in der aktuellen Ausgabe erklärt die ökologische Bedeutung des Waldes, eine Reportage beschäftigt sich mit Einsätzen gegen Waldbrände, und Reiseberichte stellen Wanderrouten durch den Harz oder den Yasuni-Nationalpark in Ecuador vor.

Zabota ist es wichtig, dass alle Artikel für interessierte Laien spannend zu lesen sind. Doch das alleine reicht ihm nicht: "Mein Anspruch ist, dass alle Texte auch den Ansprüchen von Fachleuten genügen, und nachdem was ich bislang gehört habe, ist uns das auch gelungen."

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