Neuer AOL-Germany-Chef Markus Frank zu kress.de: "Müssen uns als Branche insgesamt mehr um Mobile kümmern"

 

AOL ist zurück auf dem deutschen Mediaplan. Bereits seit dem 1. Oktober vermarktet die neue AOL Germany GmbH unter Führung von Markus Frank reichweitenstarke Plattformen, die laut comScore gemeinsam 59 Prozent der Deutschen im Netz erreicht.

AOL ist zurück auf dem deutschen Mediaplan. Bereits seit dem 1. Oktober vermarktet die neue AOL Germany GmbH unter Führung von Markus Frank reichweitenstarke Plattformen, die laut comScore gemeinsam 59 Prozent der Deutschen im Netz erreicht. Gerade das Mobile-Thema müsse aber die gesamte Branche vorantreiben, fordert Markus Frank im kress.de-Gespräch.

Jetzt liegt die Verantwortung für die Vermarktung der gesamten Display-, Mobil- und Video-Anzeigenplätze von Microsoft in Deutschland bei AOL - darunter so starke Marken wie MSN, Outlook.com, Xbox, Skype und die Windows Ads in Apps. Zu AOL gehören bereits Medienmarken wie die "Huffington Post", "Engadget oder "TechCrunch", zudem Angebote wie "One by AOL".

Seit 2005 gehört Markus Frank als Director Sales & Marketing des Microsoft Geschäftsbereichs Advertising and Online (A&O) dem Führungsteam von Microsoft Deutschland an. Frank gilt mit mehr als 15 Jahren Berufserfahrung als Experte der digitalen Werbebranche. Seit 2010 ist er im Vorsitz des Online Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und zudem seit 2014 Mitglied im Beirat der führenden Branchenmesse dmexco.

kress.de: Herr Frank, die Rückkehr von AOL auf den deutschen Markt ist ein wichtiges Signal. Ist die Zeit vorbei, in der man guten Gewissens die eigene Vermarktung anderen Firmen anvertrauen konnte?

Markus Frank: Wir wollen uns am Markt offen für verschiedene Kanäle präsentieren. Digital Advertisers wollen wir die Zusammenarbeit - AOL arbeitet schließlich mit vielen Partnern zusammen - über unterschiedliche Content-, Ads- und Publishing-Kanäle hinweg erleichtern. Die Zusammenführung von AOL und Microsoft Advertising ist nur ein Beispiel wie wir das Digital Advertising künftig vereinfachen.

Multinationale Kampagnen für HuffPo geplant

kress.de: Zu AOL gehört auch die "Huffington Post". In Deutschland entsteht die "Huffington Post" in Zusammenarbeit mit Hubert Burda Media. Wie werden Sie die "HuffPo" in Deutschland vermarkten?

Markus Frank: Das Team ist für die Monetarisierung von HuffPost in Deutschland verantwortlich. AOL arbeitet mit allen Ausgaben an multinationalen Werbekampagnen die alle 16 internationalen Editionen von HuffPost umfassen.

kress.de: Die neue AOL Germany GmbH wird die Marken von Microsoft und AOL vermarkten. Worauf können sich die Werbekunden einstellen?

"Alternative zu Google und Facebook auf Mediaplan"

Markus Frank: Sie können eine höhere Reichweite, mehr Video- und programmatische Lösungen für Advertiser und Publisher erwarten genauso wie Lösungen, die die gesamte Palette von der AOL und Microsoft Advertising Plattformen umfassen. Sie haben damit eine weitere Alternative zu Google und Facebook auf ihrem Mediaplan!

kress.de: Alle sagen zwar, dass die Zukunft im Netz gleichbedeutend mit dem Engagement im Bereich Mobile ist. Nur weiß noch niemand, wie Mobile Werbung aussehen muss, die Kunden und Nutzern gefällt. Haben Sie darauf schon eine Antwort gefunden?

Markus Frank: Genau darauf haben wir uns im Moment mit der kürzlichen Akquise von AOL durch Verizon und der bewussten Übernahme der mobilen Werbeplattform Millennial Media konzentriert. Einen großen Teil unseres Traffics generieren wir durch Mobile und wir sind sehr darauf fokussiert positive Erlebnisse für unsere Konsumenten und Advertiser auf Mobile zu erschaffen. Als Branche insgesamt muss hier noch viel mehr vorangetrieben werden, damit der nahtlose Konsum viel weniger unterbrochen wird als bisher.

Die Fragen an Markus Frank stellte kress-Chefredakteur Bülend Ürük.

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