Thomas Mendrina zum Umgang mit Adblockern: "Publisher und Nutzer müssen vom Konfrontationskurs abkommen"

30.10.2015
 
 

Seit mehr als zwei Wochen testet Axel Springer auf "bild.de" ein Anti-Adblocker-Modell. Das strikte Vorgehen löste eine Welle bissiger Kommentare in den Social Media aus. "Publisher und Nutzer müssen vom Konfrontationskurs abkommen", rät Thomas Mendrina, General Manager International bei Sourcepoint, im aktuellen kressreport.

Seit mehr als zwei Wochen testet Axel Springer auf "bild.de" ein Anti-Adblocker-Modell. Das strikte Vorgehen löste eine Welle bissiger Kommentare in den Social Media aus. "Publisher und Nutzer müssen vom Konfrontationskurs abkommen", rät Thomas Mendrina, General Manager International bei Sourcepoint, im aktuellen kressreport.

Der Anti-Adblocker-Testbetrieb auf "bild.de" läuft. Nur, wenn die Werbeverweigerer die Software deinstallieren oder ein Abo für den anzeigenfreien Zugang abschließen, können sie die Inhalte weiterhin lesen. Ansonsten: Hausverbot. Das strikte Vorgehen löste eine Welle von Kommentaren in den Social Media aus. Laut des Analyse-Tools der Firma Brandwatch wurden allein im Zeitraum Mitte September bis Mitte Oktober 1 Mio. Mentions zum Thema "Adblocker international" bei Twitter, Facebook & Co. gezählt.

"Publisher und Nutzer müssen vom Konfrontationskurs abkommen", rät Thomas Mendrina, General Manager International bei Sourcepoint, im aktuellen kressreport. Das erklärte Ziel des Unternehmens ist es, Publishern die Möglichkeit zu geben, auch die 25 Prozent der Nutzer zu monetarisieren, die einen Adblocker installiert haben. Content- Kompensation ist dafür das Stichwort. "Der Nutzer sollte die Wahl haben, mit welcher Währung er einen Publisher für dessen Inhalte bezahlt. Das kann ein werbefreies Abonnement oder eine werbefinanzierte kostenfreie Lösung sein oder jede andere Abstufung von Bezahl- und Werbe-Anteil", so Mendrina. Er ist davon überzeugt, dass Publisher und Nutzer stärker in den Dialog treten müssen, Sourcepoint arbeite dafür an einer technischen Lösung.

Welche Entwicklungen in Sachen Adblocker für die Mobile-Branche zu erwarten sind und welche strategischen Überlegungen Publisher anstellen sollten, lesen Abonnenten im kressreport 20.15, der am 30. Oktober erscheint. Hier geht's zum Abo

Autor: Karsten Zunke

 

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