Auch aus Deutschland und Österreich: Chefredakteure zeigen sich solidarisch mit türkischen Journalisten

 

In einem Offenen Brief warnen 50 Journalistinnen und Journalisten von führenden, internationalen Medien den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor der Verschlechterung der Pressefreiheit in der Türkei im Vorfeld der Wahlen an diesem Wochenende.

In einem Offenen Brief warnen 50 Journalistinnen und Journalisten von führenden, internationalen Medien den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor der Verschlechterung der Pressefreiheit in der Türkei im Vorfeld der Wahlen an diesem Wochenende. Zu den Unterzeichnern gehören auch deutsche und österreichische Journalisten.

"Wir bitten Sie, Ihren Einfluss geltend zu machen, um sicherzustellen, dass Journalisten, egal ob türkische Bürger oder Mitglieder der internationalen Presse, geschützt sind und ihre Arbeit ungehindert erledigen tun", heißt es in dem Offenen Brief, den die internationale Zeitungsorganisation WAN-IFRA veröffentlichte.

In dieser Woche hat die türkische Polizei die Zentrale eines regierungskritischen Medienkonzerns in Istanbul gestürmt und die Kontrolle über zwei Fernsehsender übernommen. Die Polizisten verschafften sich mit Kettensägen Zugang zum Sitz der Unternehmensgruppe Koza Ipek und gingen mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Angestellte vor, die sich ihnen entgegenstellten. "Das ist ein Putsch gegen die Pressefreiheit", sagt ein Konzernsprecher.

Zu den Unterzeichnern des Offenen Briefes gehören auch ARD-Chefredakteur Thomas Baumann, Wolfgang Krach, Co-Chefredakteur der "Süddeutschen Zeitung", Jan-Eric Peters, Chefredakteur von "WeltN24", Elmar Theveßen, stellvertretender Chefredakteur vom ZDF, Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin von "Der Standard", Dean Baquet, Chefredakteur der "New York Times" oder Ezio Mauro, Chefredakteur vom italienischen "La Repubblica".

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