Nachfolger von Paul-Josef Raue: Johannes Maria Fischer wird neuer Chefredakteur von "Thüringer Allgemeine"

 

Johannes Maria Fischer, derzeit Chefredakteur der "Lausitzer Rundschau", wird nach Informationen von kress neuer Chefredakteur der "Thüringer Allgemeinen". Fischer wird schon "in Kürze" die Nachfolge von Paul-Josef Raue antreten, der das Blatt offiziell zum 31. Oktober verlassen hat.

Johannes Maria Fischer, derzeit Chefredakteur der "Lausitzer Rundschau", wird nach Informationen von kress neuer Chefredakteur der "Thüringer Allgemeinen". Fischer wird schon "in Kürze" die Nachfolge von Paul-Josef Raue antreten, der das Blatt offiziell zum 31. Oktober verlassen hat.

Eigentlich wollte die Funke Mediengruppe nach unseren Infos Fischer längst auch präsentieren - nur konnte die "Lausitzer Rundschau" bislang keinen Nachfolger für den erfolgreichen Blattmacher finden. Solange führt Fischer das mit 13 Lokalausgaben für Südbrandenburg und Nordsachsen erscheinende Blatt. Erst im Mai hat er der "LR" eine neue Struktur verordnet, die so mit Sicherheit auch bei der "Thüringer Allgemeinen" eingesetzt werden könnte. "Wir wollen noch mehr Tiefe in die lokale Berichterstattung bekommen, und wir wollen die vielen Ereignisse, über die wir täglich informieren, in größere Zusammenhänge stellen", schrieb er an seine Leser. Und auch dieser Satz könnte fast direkt aus der Feder von Paul-Josef Raue stammen - seine Zeitung sei "das große Buch der Lausitz, das immer weitergeht." Inzwischen widmet sich der erste Zeitungsteil der "Lausitzer Rundschau" komplett der Region, das zweite Buch kümmert sich um das überregionale Geschehen, das dritte Buch ist Lokales, das vierte Sport mit Lokalsport.

Fischer, geboren in der Eifel, aufgewachsen an der Mosel, Vater von vier Kindern, wird sich in der neuen Struktur der Funke Mediengruppe gut und ohne Probleme einordnen können. Die "Lausitzer Rundschau", die eine eigene Vollredaktion hat, arbeitet bei der überregionalen Berichterstattung schon lange gut mit ihren Schwesternzeitungen "Saarbrücker Zeitung" (Chefredakteur: Peter Stefan Herbst) oder "Trierischer Volksfreund" (Chefredakteurin: Isabell Funk) zusammen.

Nach dem Studium in West-Berlin begann Fischer seine journalistische Laufbahn im Erzgebirge. Der "Freien Presse" blieb er bis 2010 treu, war vor dem Wechsel nach Cottbus ihr stellvertretender Chefredakteur. Der mehrfach preisgekrönte Journalist wurde unter anderem mit dem Journalistenpreis "Bürgerschaftlichen Engagement" der Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet (laut JournalistenPreise.de für den Bericht "Die Ehre des Homo Hormersdorf", erschienen in der "Freien Presse").

Hintergrund: Funke-Chefredakteurskollegium wieder komplett

Mit Fischer ist das Chefredakteurskollegium der Regionalzeitungen der Funke Mediengruppe wieder komplett - das Flaggschiff "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" führt Andreas Tyrock, die "Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung" Manfred Lachniet, "Westfalenpost" und "Westfälische Rundschau" Jost Lübben, die "Berliner Morgenpost" Carsten Erdmann, die "Bergedorfer Zeitung" Wolfgang Rath, das "Hamburger Abendblatt" Lars Haider, die "Braunschweiger Zeitung" Armin Maus, den "HarzKurier" Rainer Härtl, die "Ostthüringer Zeitung" Jörg Riebartsch und die "Thüringische Landeszeitung" Bernd Hilder. Chefredakteur der in Berlin angesiedelten Zentralredaktion der Funke-Zeitungen ist Jörg Quoos.

Laut eigenen Angaben beschäftigt die Mediengruppe Thüringen 1500 Mitarbeiter. Geschäftsführer der Mediengruppe Thüringen, zu der auch hochauflagige Wochenzeitungen wie der "Allgemeine Anzeiger" (Chefredakteur: Emanuel Beer) gehören, sind der frühere Bauer-Manager Klaus Lange und Michael Tallai, davor Geschäftsführer bei der Nachrichtenagentur Dow Jones News. Geschäftsführer der Funke Mediengruppe sind Manfred Braun und Michael Wüller.

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