Auszeichnung für frühere Fernsehmacherin: Reuter-Stiftung ehrt Bilkay Öney

 

Als "Ministerin Unverstellt" hat die "Zeit" die Stuttgarter Integrationsministerin Bilkay Öney erst kürzlich porträtiert. Für ihren Einsatz für Integration erhielt Öney, die vor ihrem Wechsel in die Politik Fernsehmacherin in Berlin war, den Preis der Helga und Edzard Reuter-Stiftung.

Als "Ministerin Unverstellt" hat die "Zeit" die Stuttgarter Integrationsministerin Bilkay Öney erst kürzlich porträtiert. Für ihren Einsatz für Integration erhielt Öney, die vor ihrem Wechsel in die Politik Fernsehmacherin in Berlin war, den Preis der Helga und Edzard Reuter-Stiftung. Zu den Gratulanten in der Hauptstadt gehörten zahlreiche Medienmacher und Politiker.

In seiner Laudatio im Max Liebermann Haus am Pariser Platz lobte der frühere Daimler-Chef Edzard Reuter das Engagement Öneys und ihres "kleinsten Ministeriums" der Republik. Integrationsministerin Öney dankte für die Auszeichnung und sagte, sie nehme den Preis stellvertretend für alle entgegen, "die sich jeden Tag haupt- oder ehrenamtlich für andere Menschen und ein friedliches Miteinander einsetzen". Mit ihrem Preisgeld will sie drei Organisationen unterstützen: die Stuttgarter Initiative "Bunt statt Braun", die eine Jugendkulturwoche für Vielfalt und gegen Rassismus anbietet, die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" und die "Jiyan Foundation", die sich im Irak um traumatisierte Opfer von Folter und Gewalt und um Flüchtlingskinder kümmert.

Bilkay Öney gilt als die profilierte Ministerin im ersten grün-roten Kabinett Kretschmann. Für ihre klaren Worte gerade bei den Themen Einwanderung und Bewältigung der Flüchtlingskrise erntet die frühere Fernsehjournalistin regelmäßig Kritik, der sie sich selbstbewusst stellt.

Den zweiten Stiftungspreis neben Bilkay Öney erhielt der Vorsitzende der Berliner Sehitlik Moschee, Ender Cetin. Die beiden Preisträger engagierten sich "seit vielen Jahren für die Eingliederung von Zuwanderern und die Verständigung zwischen den Menschen verschiedener Kulturen", begründete die Stiftung die Wahl. Die Ehrung könne so "zugleich auch ein Signal dafür sein, dass Integration und Völkerverständigung funktionieren können, wenn man dafür offen und bereit ist".

Hintergrund: Helga und Edzard Reuter-Stiftung

Mit dem Ziel der Völkerverständigung fördert und unterstützt die gemeinnützige Helga und Edzard Reuter-Stiftung praktische Arbeit und wissenschaftliche Forschung für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft. Die Stiftung wurde 1995 als treuhänderische Stiftung in der Verwaltung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft errichtet.

Die Auswahl der Preisträger und die Festlegung der Höhe der Auszeichnungen wird vom Kuratorium bestimmt. Neben den Gründern Helga und Edzard Reuter gehören ihm derzeit an: Prof. Barbara John, Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf Lepenies, Dr. Ambros Schindler und und Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan.

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