WeltN24-Geschäftsführerin Stephanie Caspar im Porträt: Die Exotin bei Axel Springer

 

Bevor Stephanie Caspar, 41, im Mai 2013 die Verlagsgeschäftsführung der Welt-Gruppe übernahm, hatte sie noch nie journalistische Produkte verkauft. Sie verkörpere wie keine Zweite die Transformation, die Axel Springer seit ein paar Jahren verfolge, heißt es. Wer ist diese Frau, die Jan Bayer von mirapodo, dem Onlineshop für Schuhe, zur "Welt" geholt hat?

Bevor Stephanie Caspar, 41, im Mai 2013 die Verlagsgeschäftsführung der Welt-Gruppe übernahm, hatte sie noch nie journalistische Produkte verantwortet. Die Kauffrau mit Doktortitel startete bei McKinsey & Company ihre Karriere und war danach ausschließlich bei Digitalunternehmen wie eBay und Immobilien Scout tätig. Zuletzt hat sie als Gründerin und CEO für die Otto Group den Onlineshop für Schuhe, mirapodo, aufgebaut, ehe sie Jan Bayer, Vorstand Bild- und Welt-Gruppe, ins Unternehmen holte.

Im großen Porträt, das in der aktuellen kressreport-Ausgabe 22.15 erscheint, wird die gebürtige Bremerin von Kollegen als schnell, schlau und erfrischend beschrieben. Dafür, dass sie im Konzern eine Entscheiderrolle inne habe, sei sie unprätentiös und unpolitisch. "Stephanie Caspar ist keine Managerin der alten Schule, der der Dienstwagen wichtig wäre", beschreibt sie beispielsweise Frank Mahlberg, der Anfang 2013 gemeinsam mit ihr die Verlagsgeschäftsführung der "Welt"-Gruppe, "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt" verantwortete. Sie verkörpere die Transformation, die Springer seit ein paar Jahren verfolge. Caspar war erst kurz im Konzern, als Springer seine Regionalzeitungen sowie Programm- und Frauenzeitschriften an Funke veräußerte und N24 dazu kaufte. Seitdem verantwortet sie gemeinsam mit Torsten Rossmann WeltN24.

"Identifikation mit der Marke"

Ihre digitale Denke und Start-up-Mentalität hat in der Welt-Gruppe viel verändert. Sie hat Scrum-Coaches engagiert, die das gesamte Team auf eine neue Arbeitsweise eingestellt haben. Sie ließ ein Welt Usability Labor einrichten, in das regelmäßig Nutzer eingeladen werden, um neueste Entwicklungen zu testen und zu bewerten. Und sie hat u.a. signifikant in Softwareentwicklung investiert - denn dies über einen externen Dienstleister einzukaufen, halte sie für "fahrlässig". "Wir brauchen bei allen Kollegen - ob sie Text oder Code schreiben - eine Identifikation mit der Marke und ein Verantwortungsbewusstsein darüber hinaus", sagt Caspar.

Welche fünf Learnings Caspar aus zwei Jahren Paid Content bei der Welt-Gruppe ableitet, warum für sie Kultur wichtiger ist als Organigramme und wieso sie im Regelfall spätestens um 19 Uhr das Büro verlässt, lesen Abonnenten im kressreport, der ab dem 27. November erhältlich ist. Interesse?

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