ORF-Spitzenmanager folgt Bettina Reitz nach: Reinhard Scolik wird BR-Fernsehdirektor

04.12.2015
 

Reinhard Scolik wird zum 1. März 2016 Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks. Der Rundfunkrat hat seiner Berufung auf Vorschlag des BR-Intendanten Ulrich Wilhelm zugestimmt. Scoliks Vertrag läuft über fünf Jahre -

Reinhard Scolik wird zum 1. März 2016 Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks. Der Rundfunkrat hat seiner Berufung auf Vorschlag des BR-Intendanten Ulrich Wilhelm zugestimmt. Scoliks Vertrag läuft über fünf Jahre - der ORF-Spitzenmanager folgt Bettina Reitz nach, die seit Anfang Oktober als erste Präsidentin die Münchner Hochschule für Film und Fernsehen führt.

In seiner künftigen Funktion als BR-Fernsehdirektor wird Reinhard Scolik für die Programmbereiche Kultur und Familie, Bayern und Unterhaltung, Spiel - Film - Serie, Wissenschaft - Bildung - Geschichte, Bayern 3 Jugend (Fernsehen), Studio Franken Fernsehen (Kultur und Unterhaltung), Planung und Entwicklung Bayerisches Fernsehen sowie Planung und Entwicklung ARD-alpha verantwortlich sein. Bis zu seinem Amtsantritt am 1. März 2016 übernimmt weiterhin Andreas Bönte die Verantwortung als kommissarischer Fernsehdirektor.

Intendant Ulrich Wilhelm schätzt an Scolik "seine ausgeprägte Kulturkompetenz im Bereich Film, Bildung, Unterhaltung, Theater und Literatur, gepaart mit einem klaren öffentlich-rechtlichen Profil und langjähriger, auch internationaler Programmerfahrung im Bereich Hörfunk und Fernsehen". Mit Blick auf den raschen digitalen Wandel stehe man vor der Herausforderung, Qualität und Profil der Fernsehangebote weiter zu stärken und den veränderten Nutzungsgewohnheiten Rechnung zu tragen. Hier seien beherzte Programmentscheidungen, Mut zu neuen crossmedialen Formaten und Inhalten sowie Managementqualitäten gefragt - all diese Voraussetzungen bringe Reinhard Scolik mit.

"Meine Leidenschaft ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk"

Scolik selbst bezeichnet den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als seine Leidenschaft: "Ich bin überzeugt von seiner Unverzichtbarkeit gerade in Zeiten zunehmender Medienkonvergenz. Der Bayerische Rundfunk hat sich stets als große und wichtige Kulturunternehmung verstanden. [...] Dazu kommt ARD-alpha mit seinen unverzichtbaren Bildungs- und Wissenschaftsangeboten. Gerade in einem zusammenwachsenden Europa ist es wichtig, dem Land, seinen Menschen und ihren Leistungen in den elektronischen Medien eine umfassende Präsenz zu geben." Scolik möchte "diese Stärken des BR" weiter ausbauen und über alle Medien zum Publikum bringen.

Derzeit ist Reinhard Scolik in der Generaldirektion des ORF Leiter der Strategischen Programmplanung und Administration sowie ORF-Koordinator für 3sat und ARTE. Von 2002 bis 2006 war er als Programmdirektor Fernsehen unter anderem verantwortlich für die Bereiche Kultur, Religion, Familie und Unterhaltung, Fernsehfilm, Kinofilm, Serien sowie den Filmeinkauf.  Von 1994 bis 2002 war Scolik Landesintendant Wien, zuständig für regionalen Hörfunk und regionales Fernsehen. Den Sender "Radio Wien" baute er in dieser Zeit zu einem modernen und konkurrenzfähigen Flächenprogramm um.

"Wrabetz: Scolik hat viel für den ORF bewegt"

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz: "Mit Reinhard Scolik wechselt einer der wichtigsten und profiliertesten Manager und Programm-Macher zum BR, der viel für den ORF bewegt hat. [...] Er wird eine der wichtigsten Funktionen im deutschsprachigen Fernsehen bekleiden, noch dazu bei einem unserer wichtigsten Partnersender, was mich besonders freut."

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