Abschiede bei Klambts "In": Society-Lady und Style-Chefin nicht mehr an Bord

 

Das Impressum der Zeitschrift "In" ist zum Jahresende etwas luftiger geworden: Eine Reihe von Mitarbeitern, darunter auch altgediente, hat sich von der  wöchentlichen Klatschzeitschrift aus der Mediengruppe Klambt in den vergangenen Wochen verabschiedet.

Society-Kolumnistin Johanna Reichert hat "In" nach sieben Jahren an der Party-Front verlassen. "Ich habe aus rein beruflichen Gründen gekündigt - ich sah keinen Weg mehr mich weiterzuentwickeln und habe deshalb nach sieben Jahren beschlossen, dass es Zeit ist zu gehen", sagt sie zu kress.de. Auch im Ressort Style/Fashion gibt es eine Vakanz: Jennifer Proud vom Schwestertitel "OK!" ist vorübergehend für die langjährige Leiterin Ingrid Rettenmeier eingesprungen. Und im People-Ressort hält jetzt nur noch Justyna Dabrowski die Stellung, unterstützt vom Autor Christian Renz. Die Redakteure Henrik John Hohl und Tanja Stuckel sind hingegen nicht mehr an Bord.

"Zahlreiche Gespräche mit neuen Mitarbeitern"

Eine Klambt-Sprecherin sagt zu den Abgängen auf Anfrage von kress.de, die Betroffenen seien aus persönlichen Gründen zu unterschiedlichen Zeitpunkten gegangen. Der Verlag sei bereits "in zahlreichen Gesprächen mit neuen Mitarbeitern". Annette Postel, die im Januar als Stellvertreterin von Chefredakteur Oliver Opitz zu "In" kommt (kress.de vom 3. November 2015), solle den Prozess "begleiten".

Auffällig ist allerdings, dass sich bei "In" in jüngster Zeit die Abschiede gehäuft haben: So war Postels Vorgängerin Jessica Kohlmeier nur drei Monate auf ihrem Posten. Auch Frank Gerdes, Redaktionsleiter Aktuelles, blieb im Frühjahr nur wenige Wochen (kress.de vom 26. Juni 2015). Zu den aktuellen Veränderungen heißt es in Redaktionskreisen, nicht alle Mitarbeiter seien aus freien Stücken gegangen - und weitere auf dem Sprung.

Die Titel des People-Segments leiden derzeit erheblich unter der Auflagenflaute, und "In" ist besonders betroffen: Im dritten Quartal verlor die Zeitschrift im Vergleich zum Vorjahr mehr als ein Drittel ihrer Auflage. Sie beträgt jetzt laut IVW noch 112.911 verkaufte Exemplare. Klambt hat die "In"-Redaktion schon seit einiger Zeit peu à peu mit der des ebenfalls am Hamburger Gänsemarkt beheimateten Schwesterblatts "OK!" verknüpft. Chefredakteur Opitz führt beide Blätter, und "In" und "OK!" teilen sich u.a. Grafik und Art Direction.

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