Zum Interview in Russland: Kai Diekmann trifft Wladimir Putin

 

Während alle Welt darauf wartet, das Wladimir Putin seine Außenpolitik bei der Sicherheitskonferenz in München im Februar erklärt, hat sich der russische Präsident für eine andere Plattform entschieden. Kai Diekmann, Herausgeber der "Bild"-Gruppe, hat Putin zum großen Interview getroffen.

Gemeinsam mit dem stellvertretenden "Bild"-Chefredakteur Nikolaus Blome und "Bild"-Fotograf Daniel Biskup hat Kai Diekmann den russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen. Auf der Agenda vor allem - die russische Außenpolitik, auch die Ziele von Moskau in Syrien und die Haltung zur Türkei.

Am Mittwoch hat der russische Präsident bei seinem Aufenthalt im Wintersportart Sotschi am Schwarzen Meer die Zeit genutzt und Eishockey gespielt. Seine Trainingseinheit absolvierte er laut russischen Medien in Krasnaja Poljana, einem Ort der Olympischen Winterspiele 2014.

In Russland wird Putins Entscheidung, "Bild" ein Interview zu geben, mit Überraschung aufgenommen. Ein führender Polit-Journalist in Moskau sagte am kress.de-Telefon, dass "Bild" in den vergangenen Monaten sich vor allem mit Kritik an Russland hervorgetan habe. "Dass Putin ausgerechnet Diekmann ein Interview gibt, kann ich nicht glauben", so der erfahrene Journalist. "Bild" war auch in Deutschland von Pegida und russlandfreundlichen Medien für seine Haltung in der Ukraine-Frage massiv angegriffen worden. Vor allem Chefreporter Paul Ronzheimer stand in der Kritik, weil er als einer der wenigen westlichen Journalisten stets direkt Kontakt zur ukrainischen Führung und Politikern wie dem früheren Weltklasse-Boxer Vitale Klitschko hielt, seit Mai 2014 Bürgermeister von Kiew.

Wer das Interview mit Putin eingefädelt hat - unklar.

Auf den Sozialen Netzwerken hat Kai Diekmann einige Hinweise über seine Reise veröffentlicht. Eine Springer-Sprecherin wollte das "Bild"-Interview nicht kommentieren, auch nicht, wann es veröffentlicht werden soll.

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