Verhandlungen über Personalabbau: Funke legt Geschäftsstellen von Zeitungen und Anzeigenblättern zusammen

 

Die Funke Mediengruppe beseitigt in Nordrhein-Westfalen Doppelstrukturen bei Tageszeitungen und Anzeigenblättern. Das kostet Jobs.

Unternehmenssprecher Tobias Korenke bestätigte kress.de am Mittwoch, Funke wolle die Geschäftsstellen von Tageszeitungen und Anzeigenblättern zusammenlegen. Man wolle das Tagesgeschäft von Zeitungen und Anzeigenblättern bei den Ladenlokalen gemeinsam organisieren.

Deshalb werden Korenke zufolge etwa sieben Filialen nicht mehr benötigt. Das habe auch Auswirkungen auf die Arbeitsplätze. Berichte, denen zufolge etwa 90 Stellen betroffen sind, bestätigte Korenke nicht. Über den Personalabbau werde gegenwärtig mit dem Betriebsrat verhandelt.

Anzeigenverkäufer und Mitarbeiter in der Annoncenannahme wohl betroffen

Um ihren Arbeitsplatz bangen müssen nach Angaben Korenkes Anzeigenverkäufer und Mitarbeiter in der Annoncenannahme. Es handele sich dabei nicht nur um Vollarbeitsplätze, sondern auch um viele Teilzeitjobs.

Hintergründe: Funke mischt im Segment der Anzeigenblätter mit Titeln wie "Stadtanzeiger","Stadtspiegel" und "Wochenblatt" kräftig mit. Im bevölkerungsreichsten Bundesland gibt die Gruppe mehr als 70 lokale Anzeigenblätter heraus. Sie haben nach Darstellung des Unternehmens eine ADA-geprüfte Auflage von 5,4 Millionen Exemplaren.

Zur Funke Mediengruppe gehören die "Westdeutsche Allgemeine" und die "NRZ" aus dem Stammland Nordrhein-Westfalen. Teil der Familie sind auch die "Thüringer Allgemeine", die "Ostthüringer Zeitung", die "Thüringische Landeszeitung" sowie die ehemaligen Springer-Blätter "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt". Darüber hinaus betreibt Funke Radiostationen sowie Zeitungsdruckereien und verlegt Bücher. Die Geschäftsführung liegt in den Händen von Manfred Braun und Michael Wüller.

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