DuMont-Rheinland-Ideensammler Till Rixmann: "Ich baue gerne etwas auf"

09.02.2016
 

Seit Januar 2016 ist Till Rixmann Leiter Business Development & Strategic Partnerships bei DuMont Rheinland. Im Gespräch mit kress.de erzählt er, was diese neue Position für ihn bedeutet, wofür er brennt und wie man in Köln zum St-Pauli-Fan wird.

Seit Januar 2016 hat Till Rixmann einen neuen Titel: Er ist Leiter Business Development & Strategic Partnerships bei DuMont Rheinland. Klingt gut, ist es auch. Nicht zuletzt, weil Rixmann bei der Profilentwicklung der Stabstelle der Geschäftsführung, die dem 39jährigen quasi auf den Leib geschneidert wurde, durchaus mitzureden hatte. Ein Job, der Ehrgeiz weckt und einer für Menschen mit einer Leidenschaft für herausfordernde Projekte. Rixmann eben.

"Ich habe schon immer gerne projektbezogen gearbeitet", erzählt er im Gespräch mit kress.de. "Ich baue gerne etwas auf, sobald es dann ins Operative geht, übergebe ich an einen Produkt- oder Projektmanager, der dieses Projekt im operativen Geschäft weitertreibt."

Ein Manager als Hebamme

Ein solches Projekt brachte er im vergangenen Herbst zu Abschluss. Als die erste Ausgabe von "Duda", einer Kinderwochenzeitung des DuMont Verlages, erschien, war seine Arbeit getan. "Ich habe mich gerne als Hebamme für 'Duda' bezeichnet", lacht er. Von nun an muss das Kind laufen lernen, die Hand halten andere. Rixmann zieht weiter.

Seine berufliche Biographie liest sich zielorientiert. Der Diplom-Informationswirt machte eine Ausbildung zum Werkstoffprüfer bei Thyssen Stahl, entdeckte dann jedoch sehr schnell das Spannungsfeld Wirtschaft und Medien für sich. 2011 landete der am Niederrhein aufgewachsene Familienvater als Projektmanager Business Development bei der WAZ (heute Funke) Mediengruppe; 2013 wechselte er zur MVR Medien Vermarktung Rheinland und damit zum Medienhaus DuMont.

Projektorientiert auf der Karriereleiter

Was zielstrebig erscheint, ist vor allem Rixmanns Neugier zu verdanken - und seiner offensichtlichen Liebe für Herausforderungen. Davon gibt es in den kommenden Monaten und Jahren vermutlich genug in der Führungsetage der Rhein-Main-Sektion des DuMont-Verlages. "Ich kann mir momentan nichts Spannenderes vorstellen, als in der Medienbranche zu arbeiten. Der Transformationsprozess, den ja alle Medienunternehmen gerade durchlaufen, ist sehr, sehr spannend. Man kann so viel mitgestalten und einbringen - alles birgt Entwicklungspotential!"

Im ersten Quartal wird sich Rixmann vornehmlich der Ideensammlung für den lokalen Markt widmen. "Ich habe eine klare Vorstellung davon, wie ein Ideentrichter aussieht. Am Ende werden aus einer Vielzahl von Ideen zwei konkreter, so läuft das Geschäft."

Ideentrichter für lokale Belange

Zunächst werden dazu Strukturen und Organisationen geschaffen, um anstehende Prozesse auch intern zu begleiten. Danach geht es effektiv an die Entwicklung von Produkten für das Privat- und Geschäftskundensegment, die deutlich über die noch immer verbreitete Wahrnehmung von "DuMont macht Zeitung" hinausgehen. "Die DuMont Rheinland verfügt über eine Vielzahl an unterschiedlichen Berührungspunkten zu Privat- und Geschäftskunden und genau diese Beziehungen wollen wir für neue Geschäftsmodelle nutzen." Die umtriebige Mediengruppe scheint ein großer Spielplatz für einen Produktentwickler mit Blick auf gewinnbringende Kooperationen.

Eine große Verantwortung, natürlich, aber Druck von Außen bedarf es bei Till Rixmann nicht. "Ich bin ein sehr selbstgetriebener Mensch", sagt er. Einer, der gerne zuhört, aber auch gerne seine Meinung sagt - und sie am Ende auch gerne durchsetzt. Austausch und Kommunikation haben eben eine hohe Relevanz. Als er 2014 bei DuMont Innovationsmanager wurde, habe er sich erstmal überall vorgestellt, erzählt er, weil ihm ein offenes Zusammenleben und Arbeiten wichtig sei. "Wir gehen hier sehr teamorientiert miteinander um. Und das kommt auch zurück."

Freundlichkeit und die Work-Life-Balance

Neben einem guten und produktiven Arbeitsklima sind dem Manager auch andere Dinge wichtig - der Schwimmtermin seines Sohnes zum Beispiel. Für den ist wöchentlich eine Zeitspanne im Kalender geblockt. "Dass ich dabei hin und wieder auf das Smartphone schaue, ist klar. Aber ich versuche, es zu vermeiden." Work-Life-Balance und ein funktionierendes Familienleben statt 14-Stunden-Tagen. Um sieben Uhr gemeinsames Abendessen, wenn möglich. Die Kinder waren übrigens eine gute Testgruppe für Duda, ebenso hilfreich wie seine Frau, die Lehrerin ist. "Ich mag das", sagt Rixmann. "Ideen mit der Familie und den Freunden besprechen. Das ist wie eine kleine Marktforschung."

Till Rixmann brennt für seinen Beruf, das ist deutlich. Aber er brennt auch für das andere Leben - für Musik, für Freunde, für Sport. Ein St.-Pauli-Fan in Köln, wie geht das zusammen? "Es ist eher meine musikalische Ausrichtung, die mich damals in Richtung St. Pauli trieb. In den 80er Jahren ging es weniger um den Fußball als um das Lebensgefühl. Dass sich der Verein so entwickeln würde, konnte ja keiner ahnen." Ein kleines Relikt aus der eigenen Punkrockphase, das das Herz wärmt. Auf welchem Posten auch immer.

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