Gruner + Jahr und das mobile Geschäft: 118 Prozent Plus im Jahr 2015

 

Für große Aufregung hat unsere Meldung gesorgt, dass Gruner + Jahr (im Foto: Chief Digital Officer Arne Wolter) seine Mobile Unit einstellt. Was steckt wirklich dahinter? Wie wichtig nimmt der Großverlag, nimmt Vorstandsvorsitzende Julia Jäkel die Veränderungen im Web? Ein Anruf in Hamburg.

Die Zahlen, die Gruner + Jahr auf kress.de-Anfrage vorlegt, sind sehr gut. Die Reichweite allein der fünf größten mobilen Websites von G+J - brigitte.de, stern.de, eltern.de, gala.de sowie essen-und-trinken.de - wuchs im vergangenen Jahr um satte 118 Prozent auf 7,86 Millionen Unique User. Nicht ganz so stark ist der Umsatz angestiegen, aber auch der wuchs um 58 Prozent. Zudem, auch das wird immer wieder gerne vergessen, gehört eine der wichtigsten (und wohl auch ertragreichsten) Marken im deutschen Web zu Gruner + Jahr: Chefkoch.de gilt als Europas größte Kochseite, in Deutschland ist sie die viertgrößte mobile Site.

Bereits zum Jahresanfang habe der neue Chief Digital Officer Arne Wolter "Mobile first" intern bereits zur übergeordneten Priorität im weiteren Wachstum des Digitalgeschäfts von Gruner + Jahr ausgerufen, wird in Hamburg betont.

Wenn sich Gruner + Jahr doch eine Mobile-first-Strategie verpasst, wie geht das dann zusammen mit der Einstellung der Mobile Unit? Der Unternehmenssprecher erklärt es so, trotz des Namens sei dort "im Wesentlichen" das eMag-Geschäft beheimatet - also die Digitalausgaben von "Stern" über "Geo" bis hin zu "Beef". Das Geschäft übernimmt zukünftig die Vertriebstochter DPV (wie wir es bereits gemeldet haben).

Das eMag-Geschäft wachse zwar ebenfalls, das sei aber nicht zu vergleichen mit dem boomenden Mobile-Geschäft. Nach kress.de-Informationen sollen die Digitalausgaben zukünftig anders produziert werden, Gespräche mit Technologieanbietern laufen bereits.

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