Social TV Buzz von MediaCom exklusiv bei kress.de: RTL-Formate sorgen im Januar für hohes Zuschauer-Engagement

11.02.2016
 
 

Mit gleich drei TV-Sendungen beherrscht RTL die Twitter- und Facebook-Timelines der Social-Media-Nutzer im Januar: "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" landet mit fast 558.000 Tweets und Facebook Posts auf Platz eins des Social TV Buzz Rankings von MediaCom. Ebenfalls neu im Ranking dabei sind "DSDS" sowie "Der Bachelor".

Die Casting-Show "DSDS" kommt auf 98.933 Postings (Platz vier), "Der Bachelor" auf 34.596 Postings (Platz acht). Kein TV-Sender erreicht im Januar mehr Zuschauer-Engagement im Social Web als RTL. Der Twitter-User extrakaese bringt die Stimmung auf den Punkt: "Ich würde nie RTL gucken. Außer ibes, Bachelor, dsds, Supertalent, wwm, Schwiegertochter gesucht, Adam sucht Eva & Bachelorette - Sonst nie!".

"Anne Will" erreicht am Sonntagabend ein überraschend starkes Social-Media-Engagement

Traditionell haben es Politik-Talk-Shows auf Twitter und Facebook schwer. Aus diesem Grund ist es umso erstaunlicher, dass das ARD-Format "Anne Will" am Sonntagabend nach dem "Tatort" direkt auf Platz sechs des Social TV Buzz Rankings von MediaCom einsteigt. Insgesamt veröffentlichen die User im Monatsverlauf mehr als 47.700 Tweets und Facebook Posts zur Sendung. Nach der ersten Sendung am 17. Januar gibt es über Twitter auch direkt negative Kritik an der Moderatorin - etwa von dem Journalisten Roland Tichy: "#Annewill wirr und unstrukturierte Sendung. Seit wann gibt es Talkshows ohne Moderator?".

Mit dem "Bachelor" liefert RTL neuen Lästerstoff für Twitter und Facebook

Die Analyse der Tweets und Facebook-Posts zum "Bachelor" zeigt, dass die Mehrheit der User Twitter und Facebook während der Sendung für Hohn, Spott und Lästereien nutzt. So polarisiert der neue Bachelor Leonard Freier die Twitter-Nutzer. Journalist Stefan Niggemeier meint: "Das ist der neue #Bachelor. Für Frauen, die eigentlich einen Golden Retriever wollen, aber Hundehaarallergie haben".

Die Weltklasse-Tennisspielerin Andrea Petkovic stört sich dagegen am Frauenbild, das die Sendung vermittelt: "Ich lehn mich jetzt mal aus'm Fenster und behaupte, dass nicht jede Frau hysterisch kichert, wenn sie einen Mann erblickt. #Bachelor".

Auf die Spitze bringt es TV-Comedian Simon Gosejohann, wenn er schreibt "20 Mal derselbe Smalltalk hintereinander. Im Grunde stelle ich mir so die Hölle vor #Bachelor".

Unterhaltungsformate und auch Marken als Stimmungsregulierer

"Besonders in schwierigen Zeiten suchen Menschen nach Zerstreuung und Unterhaltung - sie wollen ihre Stimmung heben. Bei diesem 'mood management' helfen die oben genannten Formate wie #ibes oder 'Bachelor'. Diese Sendungen bieten vielfältige Möglichkeiten, soziale Vergleiche vorzunehmen (z.B. 'mir geht es immer noch besser als dem Dschungelcamp-Bewohner').

Diese Funktion können auch Marken erfüllen, indem sie den Konsumenten eine kurzfristige Ablenkung oder Selbstbelohnung anbieten. Hier müssen Markenverantwortliche prüfen, welche 'instant gratification' sie durch ihre Produktmarken glaubwürdig versprechen können", meint Christian Franzen, Managing Director MediaCom.

Ein kress-Gastbeitrag von Christian Franzen, MediaCom

Zur Erklärung: Das MediaCom-Tool "Social TV Buzz" wertet kontinuierlich die Social-Media-Effekte serieller Formate im deutschen Fernsehen aus. Das Analyse-Tool ordnet die Anzahl von allen Posts auf Twitter und den öffentlichen Posts auf Facebook den laufenden Sendungen zu.

 

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