Ex-"Neon"-Macher machen ihr eigenes Ding: Stolle und Moorstedt gehen zu Nansen & Piccard

 

Oliver Stolle, ehemals Chefredakteur von "Neon" und "Nido", macht wieder was mit Medien: Er ist nun neben Jan Kirsten Biener und Alexander Runte Mitglied der Geschäftsführung der Münchner Redaktionsagentur Nansen & Piccard.

Ebenfalls von der G+J-Zeitschrift für junge Erwachsene kommt Tobias Moorstedt. Er war bis vor Kurzem "Neon"-Textchef und wird in Zukunft von Hamburg aus als Projektleiter und Chefreporter für die Agentur arbeiten. Moorstedt ist einer der Gründer von Nansen & Piccard. Als Projektmanagerin hat Ulrike Zieher beim Hamburger Büro angedockt. Sie war zuletzt für die Agentur für Markenkommunikation Millhaus tätig.

Die Agentur Nansen & Piccard (www.nansenundpiccard.de) arbeitet für Verlage und ist auch als Corporate-Publishing-Dienstleister aktiv. Sie entwickelt und produziert gedruckte Magazine, digitale Inhalte, Bücher und Videos. Zu den Auftraggebern zählen Red Bull Media House, das Family-Equity-Unternehmen Haniel und das "SZ Magazin".

Mit Hilfe von Stolle will die Agentur nun von "aktuellen Entwicklungen in der Medienlandschaft" profitieren: "Die Verlage entwickeln in hoher Frequenz neue Formate, immer mehr Ableger ihrer Magazine und Zeitungsbeilagen", schreibt der neue Geschäftsführer in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig seien viele Redaktionen zunehmend dünner besetzt. "An dieser Stelle sind wir als Redaktionsagentur ein interessanter Ansprechpartner: Wir kennen die Ansprüche und Bedürfnisse vieler Redaktionen von innen und können komplette Entwicklungen oder Produktionen von Magazinen, Magazinteilen und digitalen Formaten übernehmen und Verlage und Unternehmen so mit hoher journalistischer Qualität unterstützen."

Massive Unzufriedenheit in der "Neon"-Redaktion

Stolle war bis Mai 2015 Chefredakteur von "Neon" und "Nido". Dann tauschte der Verlag ihn gegen Nicole Zepter aus (kress.de vom 14. April 2015). Seitdem haben sich zahlreiche weitere Mitarbeiter von der Zeitschrift verabschiedet, zuletzt Tobias Moorstedt. Ein Grund dafür ist die massive Unzufriedenheit in der Redaktion mit der Situation bei "Neon".
Was dort im Detail schief läuft, steht in der ersten Ausgabe von "kress pro", die gerade erschienen ist.

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